Luxemburg muss von Engie Steuern nachfordern

12. Mai 2021, Luxemburg

Luxemburg muss von dem französischen Energiekonzern Engie nach einem Urteil des EU-Gerichts Steuern in Höhe von rund 120 Millionen Euro nachfordern. Das Gericht wies am Mittwoch einen Einspruch gegen eine entsprechende Anordnung der EU-Kommission zurück. Luxemburg wurde von den Wettbewerbshütern der Behörde demnach zu Recht eine unzulässige selektive steuerliche Behandlung von Engie vorgeworfen.

Die EU-Kommission war 2018 nach einer Prüfung zu der Auffassung gelangt, dass die steuerliche Belastung von Engie in Luxemburg durch zwei von Luxemburg ausgestellte Steuervorbescheide rund zehn Jahre lang ohne triftigen Grund künstlich verringert wurde. Die Steuervorbescheide bewirkten demnach, dass Engie auf 99 Prozent der von Engie LNG Supply und Engie Treasury Management erwirtschafteten Gewinne in Luxemburg keine Steuern zahlen musste.

Engie und Luxemburg können gegen die Entscheidung des EU-Gerichts noch Einspruch beim Europäischen Gerichtshof einlegen. Sie haben dafür zwei Monate und zehn Tage Zeit.

APA/dpa

Ähnliche Artikel weiterlesen

Shell – Kosten von 2 Mrd. Dollar wegen Übergewinnsteuern

9. Jänner 2023, London
Shell errechnete die zusätzlichen Kosten
 - Fürstenwalde, APA/dpa-Zentralbild

Spritpreise im November wieder zurückgegangen

7. Dezember 2022, Wien

Badelt: Deutsche Energiepreisbremse erhöht Druck auf Wien

1. Dezember 2022, Wien

Regierung besteuert Zufallsgewinne, „zu wenig“ für Kritiker

18. November 2022, Wien
Werner Kogler undMagnus Brunner bei der Vorstellung der Pläne
 - Wien, APA/TOBIAS STEINMAURER