APG: Rekord bei Strom-Export am 13. Mai durch Erneuerbare

18. Mai 2021, Wien
Bisheriger Höchstwert um 12 Prozent übertroffen
 - Schöneck, APA/dpa

Am vergangenen Donnerstag (13. Mai) hat Österreich um 21.30 Uhr 4.483,7 Megawatt Strom exportiert – laut Übertragungsnetzbetreiber APG (Austrian Power Grid) war das ein historischer Rekord. Möglich war das durch das Zusammentreffen eines Feiertags – an dem der Stromverbrauch geringer ist – und der an diesem Tag guten Stromerzeugung durch Erneuerbare, vor allem Wasser- und Windkraft. Damit wurde der bisherige Rekord-Export vom 15. Juni 2020 um 12 Prozent übertroffen.

Zum Vergleich: der heimische Stromverbrauch zum Zeitpunkt des Rekord-Exports am letzten Donnerstag betrug etwa 6.350 Megawatt, d. h. man konnte mehr als zwei Drittel der Leistung exportieren, die zu dem Zeitpunkt in Österreich verbraucht wurde. Der Großteil des Stroms (2.903,2 MW) wurde dabei nach Deutschland geliefert gefolgt von Tschechien mit 900 MW.

Alle erneuerbaren Energien zusammen erzeugten an diesem Tag 200 Gigawattstunden (GWh). Bei einem gesamten Tagesverbrauch von 145 GWh entspricht das 138 Prozent des Stromverbrauchs, also einem guten Drittel mehr. Von den 200 GWh fallen 119 GWh auf Wasserkraft (Laufkraft und Speicher), 73 GWh auf Windkraft und der Rest auf Photovoltaik und sonstige Erneuerbare.

Oft stoße das Übertragungsnetz an seine Kapazitätsgrenzen, sagt die APG. So mussten in der Vergangenheit bereits mehrfach erneuerbare Produktionsanlagen auch in Österreich wegen unzureichender Netzkapazitäten gedrosselt werden. „Die APG investiert alleine 2021 357 Millionen Euro in das Übertragungsnetz“, erklärte der kaufmännische Vorstand der APG, Thomas Karall. Bis 2030 investiere die APG rund 3,1 Mrd. Euro in den Ausbau der heimischen Strominfrastruktur.

APA

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