„Kompass“ für Klima und Nachhaltigkeit in Tirol

25. Mai 2021, Innsbruck
Man arbeite mit einem "lernenden System", so Felipe
 - Wien, APA/NEUBAUER

Die schwarz-grüne Tiroler Landesregierung hat mit dem Beschluss der Nachhaltigkeits- und Klimastrategie einen Rahmen für kommende Arbeitsprogramme gesetzt. Ab sofort will man sich jeweils in Dreijahresschritten mit konkreten Arbeitsprogrammen den „gesetzten qualitativen Zielen“ annähern, erklärte Landeshauptmannstellvertreterin und Umweltlandesrätin Ingrid Felipe (Grüne) am Dienstag bei einer Pressekonferenz im Innsbrucker Landhaus. 

Diesbezügliche arbeite man mit einem flexiblen und „lernenden System“, meinte Felipe zudem. Es gehe nämlich darum, auch etwaige Änderungen, etwa im Klimaschutzgesetz, in die Maßnahmen einarbeiten zu können, so die Frontfrau der Tiroler Grünen.

Die Stoßrichtung ist aber an sich trotz Anpassungsfähigkeit und Flexibilität eindeutig. „Energieautonomie 2050, Klimaneutralität 2040 und die Pariser-Ziele sind wichtige Wegmarken“, strich Felipe heraus. Daraus würden sich sodann auch Themenblöcke wie Gesundheit, Biodiversität, Klimaschutz oder Digitalisierung ableiten, die im knapp 80-seitigen Strategiepapier Niederschlag finden.

Das Vorantreiben einer „Klima- und Energiewende“ mit Hilfe von Papier und künftigen handfesten Maßnahmen erhoffte sich außerdem Neo-Wirtschaftslandesrat Anton Mattle (ÖVP). Eben jene werde bei Tiroler Unternehmen schließlich auch zu einem „Modernisierungsschub“ führen, versuchte er darüber hinaus, Klima und Wirtschaft unter einen Hut zu bringen.

Man habe jedenfalls „große Ziele“ bis 2030, sagte Felipe zusammenfassend. Die Strategie solle kräftig mit „Leben gefüllt werden“ und letztlich etwa auch sehr handfest den Anteil der Fußgänger, Radfahrer und Öffi-Benützer erhöhen. Auch das „Teilen von Mobilität“, beispielsweise mit Sharing-Modellen, nannte Felipe als Wunschziele. 

APA

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