Globale Ölnachfrage erreicht Vorkrisenniveau Ende 2022

11. Juni 2021, Paris
IEA fordert  OPEC+ auf, die Produktion auszuweiten
 - Ponca City, APA/dpa

Die Internationale Energieagentur IEA geht davon aus, dass sich die weltweite Ölnachfrage weiter von dem Schock in der Coronapandemie erholt. Ende 2022 dürfte die Nachfrage wieder das Vorkrisenniveau erreicht haben, wie aus neuen Prognosen der IEA hervorgeht. Bis dahin dürfte die globale Rohölnachfrage auf rund 100 Millionen Barrel (je 159 Liter) pro Tag steigen.

Damit die steigende Nachfrage hinreichend bedient wird, fordert die IEA den Ölverbund OPEC+ auf, seine Produktion auszuweiten. „Die OPEC+ muss den Ölhahn aufdrehen, um die globalen Ölmärkte ausreichend zu versorgen“, erklärte die Organisation. Dies sei höchstwahrscheinlich unproblematisch, da dafür lediglich zwanzig Prozent der derzeit freien Kapazitäten auf Seiten der OPEC+ nötig seien.

Die 23 Staaten der OPEC+ begrenzen seit längerem ihre Förderung, um ein Gegengewicht zu der coronabedingt schwachen Nachfrage zu erzeugen und die Preise zu stabilisieren. In den vergangenen Monaten wurde die Förderung jedoch wieder schrittweise ausgeweitet. Die Ölpreise befinden sich mittlerweile auf mehrjährigen Höchstständen.

APA/dpa

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