CZ schließt Russland und China aus Dukovany-Ausbau aus

16. Juni 2021, Prag
Archivbild AKW Dukovany
 - Dukovany, APA/AFP

Das tschechische Abgeordnetenhaus hat am Mittwoch ein Gesetz beschlossen, das die Teilnahme von russischen und chinesischen Firmen am Ausbau von AKW Dukovany verbietet. Für den geplanten Bau eines fünften Reaktorblocks in Dukovany werde man nur Angebote von Lieferanten aus Staaten in Betracht ziehen, die zu einer internationalen Vereinbarung für Regierungsaufträge beigetreten sind. Dies sei nicht der Fall im Falle von Russland und China, hieß es.

Den Ausschluss von russischen und chinesischen Firmen aus dem Dukovany-Auftrag hatte die liberal-konservative Opposition aus sicherheitspolitischen Gründen immer wieder gefordert. Die Regierung stimmte der Forderung nun zu. Im Gegenzug soll die Opposition das sogenannte Low-Carbon-Gesetz unterstützen, das die Ankaufpreise von Strom aus dem neuen Reaktorblock in Dukovany und dessen Finanzierung betrifft. Die Opposition hat diesen Entwurf bisher blockiert.

Der Baubeginn des fünften Blocks in Dukovany ist für 2029 und die Inbetriebnahme für 2036 geplant. Die tschechische Regierung hatte schon früher erklärt, dass die russische Firma Rossatom vom Dukovany-Auftrag ausgeschlossen werde. Das Kabinett reagierte damit auf die kürzlich veröffentlichte Information, wonach der russische Geheimdienst GRU in zwei Explosionen im militärischen Munitionslager im südmährischen Vrbetice 2014 verwickelt sein soll.

APA

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