„Plattform Erneuerbare Kraftstoffe“ gegründet

24. Juni 2021, Wien
Bio-Kraftstoff E10
 - Bamberg, APA/dpa

Mit ihrer neu gegründeten Interessenvertretung „Plattform Erneuerbare Kraftstoffe“ (PEK) wollen sich Biodiesel-Produzenten, die Landwirtschaft und der Autofahrerklub ÖAMTC für den vermehrten Einsatz von erneuerbaren Kraftstoffen einsetzen. „Der Einsatz von alternativen Kraftstoffen stärkt die heimische Landwirtschaft, schafft Wertschöpfung und hält Arbeitsplätze im Land“, erklärte PEK-Vorstandsmitglied Johannes Schmuckenschlager (ÖVP) am Donnerstag.

Mitglieder der Plattform sind der ÖAMTC, Münzer Bioindustrie, die Agrana, Landwirtschaftskammer-NÖ-Präsident Schmuckenschlager und die Landwirtschaftskammer Österreich. Gedacht ist die PEK () als „Sprachrohr für alle Angelegenheiten rund um Erzeugung und Einsatz erneuerbarer Kraftstoffe und technologieneutrale Interessenvertretung entlang der gesamten Wertschöpfungskette vom Rohstoff über Produktion bis zum Fahrzeug“, heißt es in einer Mitteilung.

Wer für die Limitierung von erneuerbaren Kraftstoffen eintrete, „der forciert nicht den Klimaschutz, sondern verhindert das Phasing out von fossilen Kraftstoffen“, argumentiert Biodiesel-Produzent Ewald-Marco Münzer. „Die österreichweite Einführung von E10 würde eine Verdoppelung der Treibhausgaseinsparung im Benzinsegment bringen. Die Verzögerung von E10 kostet uns jährlich mindestens 200.000 Tonnen CO2-Einsparung.“ Flexiblere Beimengungsquoten wären „durchaus diskussionswürdig“, so Münzer. 

Der ÖAMTC geht davon aus, dass in zehn Jahren von fünf Millionen Autos in Österreich noch immer mehr als vier Millionen einen Benzin- oder Dieselantrieb haben werden. „Daher ist es unumgänglich, auch in der Bestandsflotte signifikant CO2 einzusparen. Und das funktioniert nur mit erneuerbaren Kraftstoffen“, meint Bernhard Wiesinger, Leiter der ÖAMTC-Interessenvertretung. 

APA

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