Bei Urlaubsfahrten ist mit höheren Spritkosten zu rechnen

29. Juni 2021, Wien

Heuer dürfte es für viele mit dem Auto in den Urlaub gehen. Bei vielen Destinationen sollte aber ein höheres Budget für Sprit eingeplant werden, als daheim in Österreich. Denn in den meisten Ländern Europas kosten Benzin und Diesel mehr als hierzulande, erinnert der VCÖ in einer Aussendung. Superbenzin kostet in den Niederlanden fast um die Hälfte, Diesel in Schweden um ein Drittel mehr als in Österreich. Am billigsten tankt man in Europa in Bulgarien.

Empfindliche Aufschläge gibt es in vielen Nachbarländern Österreichs. Für eine 50-Liter-Tankfüllung mit Superbenzin ist in Italien um rund 17 Euro mehr zu zahlen, in Deutschland um rund 15 Euro, in der Slowakei um fünf Euro. Aber auch in Kroatien kostet die Tankfüllung um 7 Euro mehr, kosten für den Währungstausch noch nicht mitgerechnet. Etwa gleich viel kostet eine Tankfüllung in Tschechien, spürbar weniger in Ungarn und Slowenien. In Bulgarien erspart man sich bei einer Tankfüllung Diesel 11 Euro.

Bei Diesel wiederum ist für eine Tankfüllung mit 50 Litern in der Schweiz um gut 16 Euro mehr zu zahlen als in Österreich, in Italien beträgt der Aufschlag 13 Euro, in Frankreich 10 Euro und in Deutschland, Kroatien und Griechenland immer noch sieben bis acht Euro. In Slowenien, Ungarn und der Slowakei gibt es geringere Mehrkosten, in Bulgarien erspart man sich 9 Euro pro Tankfüllung.

Der VCÖ empfiehlt eine spritsparende Fahrweise, um Geldbörse und Klima zu schonen. „Das Verbrennen von einem Liter Benzin verursacht 2,3 Kilogramm CO2, von einem Liter Diesel sogar 2,6 Kilogramm CO2. Wer um zehn Liter weniger Sprit verbraucht, vermeidet so viel CO2 wie eine vollbepackter Reisekoffer wiegt“, vergleicht VCÖ-Experte Michael Schwendinger.

APA

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