Irak und Saudi-Arabien für kurzfristig höhere Ölproduktion

5. Juli 2021, Bagdad
Iraks Ölminister Ihsan Abdul Jabbar
 - Rumaylah, APA/AFP

Saudi-Arabien und der Irak unterstützen einen Vorschlag der OPEC und ihrer Partner, ein Abkommen zur Drosselung der Ölproduktion zu verlängern. Der saudi-arabische Energieminister, Prinz Abdulaziz bin Salman, sagte am Sonntag einem Fernsehsender des Landes, das bis April 2022 laufende Abkommen solle für einen längeren Zeitraum fortgesetzt werden. Der irakische Ölminister Ihsan Abdul Jabbar sprach sich in Bagdad für eine Verlängerung bis Dezember 2022 aus.

Er erwarte, dass der Ölpreis bis dahin bei 70 Dollar pro Barrel oder darüber bleiben werde. Der Irak stimme auch dem Vorschlag zu, die Förderquoten kurzfristig zu lockern, was der OPEC+ erlaube, ihre Produktion ab August um 400.000 Barrel pro Tag zu erhöhen. Auch Abdulaziz bin Salman plädierte für eine Produktionsausweitung während des Sommers.

Die Ölländer-Gruppe OPEC+ hatte sich jüngst auch nach zweitägigen Beratungen nicht auf eine neue Förderpolitik verständigen können und will am Montag weiter verhandeln. Zur Staatengruppe OPEC+ gehören neben den Mitgliedern des Exportkartells OPEC wie Saudi-Arabien und dem Irak weitere Ölförderländer wie Russland.

Der irakische Minister Jabbar rechnet für Montag mit einer Einigung, die den Ölmarkt stabilisieren werde und gut für Produzenten und Verbraucher sei. Sein saudi-arabischer Kollege erklärte hingegen, er gehe weder optimistisch noch pessimistisch in die erneuten Gespräche.

Seit Jahresbeginn hat sich der Ölpreis um rund 40 Prozent verteuert. Denn wegen der Erholung der Weltwirtschaft von den Folgen der Coronavirus-Pandemie steigt der Energiebedarf.

APA/ag

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