IEA warnt wegen OPEC-Streits vor Ölpreissteigerungen

13. Juli 2021, Paris
OPEC-Mitglieder können sich nicht einigen
 - Vienna, APA/AFP

Die Internationale Energieagentur IEA hat eindringlich vor den Folgen des Streits zwischen großen Öl-Fördernationen gewarnt. Sollte der Konflikt nicht gelöst werden, drohe ein größeres Angebotsdefizit mit möglicherweise höheren Kraftstoffpreisen, erklärte die IEA am Dienstag in Paris. In der Folge könnte die bereits erhöhte Inflation weiter steigen und die wirtschaftliche Erholung von der Coronakrise gefährden, heißt es im Monatsbericht der Organisation.

Eigentlich hatten die 23 Länder des Verbunds OPEC+ ihre Förderung ab August schrittweise weiter erhöhen wollen, um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden. Ein Disput zwischen dem Ölgiganten Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten verhinderte jedoch eine Einigung. Nach derzeitigem Stand ändert sich an der Förderung des Verbunds zunächst nichts.

Unter Experten sind die Folgen des Streits ungewiss. Steigende Rohölpreise sind zwar denkbar. Sollte die Auseinandersetzung aber weiter eskalieren und den Zusammenhalt der OPEC+ gefährden, gilt es auch als möglich, dass sich die Ölnationen nicht mehr an gemeinsame Förderabsprachen halten. In diesem Fall könnten die Ölpreise infolge eines unkontrolliert steigenden Angebots auch deutlich fallen.

APA/dpa

Ähnliche Artikel weiterlesen

Habeck treibt Planungen für deutsche LNG-Terminals voran

16. August 2022, Berlin
Deutschlands Wirtschaftsminister Robert Habeck
 - Berlin, APA/dpa

OGE könnte weitere Pipeline in Wilhelmshaven bauen

16. August 2022, Wilhelmshaven/Essen

Gazprom: Gas könnte sich im Winter weiter deutlich verteuern

16. August 2022, Moskau
Gazprom warnt vor noch viel höheren Gaspreisen
 - Moscow, APA/AFP

Preisbremse auch für Gas im Gespräch

16. August 2022, Wien
Vizekanzler Werner Kogler
 - Wien, APA/EVA MANHART