Bergbaukonzern BHP will Öl- und Gasgeschäft abstoßen

20. Juli 2021, Melbourne
Verkauf könnte BHP rund 13 Mrd. Euro in die Kassa spülen

Der britisch-australische Rohstoffkonzern BHP erwägt Kreisen zufolge einen Ausstieg aus dem Geschäft mit fossilen Brennstoffen. Der weltgrößte Bergbaukonzern prüfe sein Erdölgeschäft und eruiere auch die Möglichkeit eines Verkaufs der Sparte, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg in Bezug auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtet. BHP habe eine Stellungnahme abgelehnt.

Der Verkauf könnte BHP rund 15 Milliarden US-Dollar (rund 13 Mrd. Euro) in die Kassa spülen. Die Überlegungen befänden sich jedoch noch in einem frühen Stadium, eine Entscheidung ist demnach noch nicht gefallen.

BHP hatte das Öl- und Gasgeschäft lange als wichtige Säule in der Konzernstrategie angesehen, steht aber seit einiger Zeit durch aktivistische Investoren wie Elliott Investment Management unter Druck, das Geschäft aufzugeben. Zudem ist BHP nicht in solchem Maß von dem Energiegeschäft abhängig wie andere Rohstoffkonzerne, denn der Großteil des Geschäfts wird mit dem Abbau von Eisenerz- und Kupfer gemacht. Laut den am Dienstag bekannt gegebenen Fördermengen im Schlussquartal (bis Ende Juni) des Geschäftsjahrs 2021/22 wurden 65,2 Millionen Tonnen Eisenerz abgebaut.

APA/dpa-AFX

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