EnBW holte im zweiten Quartal auf

29. Juli 2021, Karlsruhe
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 - Karlsruhe, APA/dpa

Der deutsche Energiekonzern EnBW kämpft mit schlechten Windverhältnissen an Land und auf See – hält nach einer leichten Erholung im zweiten Quartal aber an den Prognosen für das laufende Jahr fest. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) für 2021 soll nach Angaben vom Donnerstag zwischen 2,825 und 2,975 Mrd. Euro liegen und damit um 2 bis 7 Prozent über dem Vorjahr.

Vor allem wegen der jüngst veröffentlichten außerplanmäßigen Abschreibungen auf Kohlekraftwerke rutschte der Konzern beim Ergebnis in die roten Zahlen: Im ersten Halbjahr gab es einen Verlust von 162,8 Mio. Euro, nach einem Gewinn von 184,2 Millionen im Vorjahreszeitraum. Diese Sondereffekte hätten aber keinen Einfluss auf das operative Geschäft oder die Dividende.

Das bereinigte EBITDA betrug den Angaben nach im ersten Halbjahr 1,48 Mrd. Euro. Das sei ein Rückgang von 6,8 Prozent im Vergleich zu den ersten sechs Monaten 2020. Im ersten Quartal hatte der Rückstand noch 13,8 Prozent betragen.

Als Gründe für die Einbußen nannte das Unternehmen unter anderem höheren Personalaufwand für den Netzausbau sowie schlechte Windverhältnisse bei Offshore- und Onshore-Windparks – „sowohl im Vergleich zum Vorjahr als auch im Vergleich zum langjährigen Mittelwert“. Den Umsatz steigerte die EnBW laut Mitteilung von 9,80 auf 12,65 Mrd. Euro.

Investitionen etwa in erneuerbare Energien und Elektromobilität seien um 30 Prozent gestiegen. „Die Coronapandemie hatte in den ersten sechs Monaten 2021 keine signifikanten Auswirkungen auf das operative Geschäft“, hieß es weiter. Die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sei um 5,1 Prozent auf 24.894 gewachsen.

APA/dpa

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