Salzburg-AG-Chef: Ökostrom-Ziele bis 2030 nicht erreichbar

18. August 2021, Wien/Salzburg

Die politische Vorgabe, Österreichs Strombedarf bis 2030 komplett aus erneuerbaren Quellen zu decken, ist nach Ansicht von Salzburg-AG-Chef Leonhard Schitter nicht umsetzbar. „Wir werden die Ökostromziele bis 2030 nicht erreichen, weil sie einfach nicht zu schaffen sind“, sagte der Chef des landeseigenen Energieversorgers im Gespräch mit der „Presse“.

„Natürlich würden wir gerne mehr Ökostromkraftwerke bauen“, sagte Schitter. Derzeit errichtet das Unternehmen immerhin einige Biomasse- und Wasserkraftwerke. Aber nicht nur Kraftwerke, auch neue Leitungen müssten gebaut werden. Wenn mehr Erneuerbare volatil ins Stromnetz einspeisen, stoße auch das Lastmanagement irgendwann an seine Grenzen, warnt der Firmenchef vor der steigenden Blackout-Gefahr.

Ein Gutteil der Netze sei mehr als ein halbes Jahrhundert alt und müsse ausgetauscht werden – und das in nur wenigen Jahren. „Ich hätte gern ein funktionierendes Infrastrukturgesetz, das es ermöglicht, schneller zu bauen“, sagt Schitter.

APA

Ähnliche Artikel weiterlesen

In Deutschland wird MwSt. auf Gas vorübergehend gesenkt

18. August 2022, Berlin
Der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz
 - Berlin, APA/dpa

In Deutschland wird Mehrwertsteuer auf Gas bis 2024 gesenkt

18. August 2022, Berlin
Der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz
 - Berlin, APA/dpa

Deutsche Gaskraftwerke produzierten zuletzt mehr Strom

18. August 2022, Berlin
Klaus Müller, Präsident der deutschen Bundesnetzagentur
 - Bonn, APA/dpa

Mellach – SPÖ knüpft Zustimmung an Stopp für Preiserhöhungen

17. August 2022, Wien/Kiew (Kyjiw)/Moskau
Arhcivbild von Mellach
 - Mellach, APA/ERWIN SCHERIAU