Endpunkte für Stromautobahn Suedlink nehmen Gestalt an

23. August 2021, Brunsbüttel/Leingarten
Neue Stromverbindung wird konkreter - Algermissen, APA/dpa

Die Endpunkte der geplanten Stromautobahn Suedlink zwischen Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg nehmen Gestalt an. Die Übertragungsnetzbetreiber Tennet und TransnetBW haben den Auftrag zum Bau von zwei Konverterstationen an Siemens vergeben, wie beide Unternehmen am Montag mitteilten. „Das Vergabevolumen für beide Anlagen liegt bei mehreren hundert Millionen Euro“, heißt es. „Insgesamt beläuft sich das Investitionsvolumen für SuedLink auf rund zehn Milliarden Euro.“

Die Konverterstationen sollen im Norden in Brunsbüttel (Kreis Dithmarschen) und im Südwesten in Leingarten/Großgartach in der Nähe von Heilbronn entstehen. Tennet-Geschäftsführer Tim Meyerjürgens sprach von einem „wichtigen Meilenstein“ für die Stromtrasse, die voraussichtlich 2026 in Betrieb gehen soll. „Mit der Auftragsvergabe sind wir der Realisierung von SuedLink einen entscheidenden Schritt näher gekommen“, sagte TransnetBW-Geschäftsführer Werner Götz.

Suedlink ist eine von mehreren geplanten Stromautobahnen, die quasi das Rückgrat der Energiewende in Deutschland werden sollen. Sie soll im Norden Deutschlands produzierten „grünen“ Strom in den Süden transportieren. Der Korridor verläuft über fast 700 Kilometer von Schleswig-Holstein über Niedersachsen, Hessen, Thüringen und Bayern nach Baden-Württemberg.

Eine zweite Trasse zweigt vorher ab und endet in Bayern. Für diese Suedlink-Trasse sollen im schleswig-holsteinischen Wilster (Kreis Steinburg) und in Bergrheinfeld in der Nähe von Schweinfurt ebenfalls Konverterstationen entstehen. In Wilster endet bereits die heuer eingeweihte Stromautobahn Nordlink, auf der je nach Richtung Strom aus Wind- oder Wasserkraft zwischen Schleswig-Holstein und Norwegen transportiert wird.

Konverter wandeln Gleichstrom in Wechselstrom um, und umgekehrt. Sie sind im Übertragungsnetz nötig, weil sich Elektrizität über weite Strecken effizienter als Gleichstrom transportieren lässt.

APA/dpa

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