Scholz sieht Spielraum für deutschen Kohleausstieg vor 2038

23. August 2021, Berlin
Olaf Scholz von der SPD
 - Marl, APA/AFP

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz sieht Spielraum für einen deutschen Kohleausstieg vor dem Jahr 2038. Je schneller Deutschland mit dem Ausbau erneuerbarer Energien vorankomme, „desto schneller können wir aus der Kohle raus“, sagte Scholz der in Bielefeld erscheinenden „Neuen Westfälischen“ (Montag).

Der SPD-Kanzlerkandidat hatte sich in der vergangenen Woche gegen ein Vorziehen des Ausstiegsdatums auf das Jahr 2030 ausgesprochen. „Wir haben klare Vereinbarungen getroffen, die wichtig sind für die Unternehmen, für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, auch für die Region. Und diese Vereinbarungen gelten und sollten auch eingehalten werden“, hatte Scholz bei einem Besuch in Südbrandenburg bekräftigt.

Im Gespräch mit der „Neuen Westfälischen“ betonte der deutsche Finanzminister, dass ein symbolischer Streit um das Ausstiegsdatum niemandem helfen würde. Es gehe um Taten: „Windräder errichten, Solarpanels auf Dächer und Stromleitungen bauen. Das ist die entscheidende Aufgabe, die wir lösen müssen.“

Deutschland will bis spätestens 2038 aus der Kohleverstromung aussteigen. Grünen, Klima-Aktivisten und Umweltverbände fordern einen Ausstieg bis zum Jahr 2030.

APA/dpa-AFX

Ähnliche Artikel weiterlesen

Deutsche Industrie setzt auf Erdgas bei Wasserstoff

15. September 2021, Berlin
Wasserstoff spielt eine Schlüsselrolle bei der Energiewende
 - Prenzlau, APA/dpa

Plug Power kündigt EU-Sitz in Deutschland an

15. September 2021, Washington

EU-Kommission will CO2-Grenzsteuer nach 2030 ausweiten

10. September 2021, Brüssel

USA – Solarenergie könnte bis 2035 40 % des Stroms liefern

9. September 2021, New York
Ein Solarfeld - Oberpindhart, APA/dpa