„Ökostrom-Ziele nicht zu schaffen“

24. August 2021, Salzburg

Die politische Vorgabe, Österreichs Strombedarf bis 2030 komplett aus erneuerbaren Quellen zu decken, ist nach Ansicht von Salzburg-AG-Chef Leonhard Schitter nicht umsetzbar. „Wir werden die Ökostromziele bis 2030 nicht erreichen, weil sie einfach nicht zu schaffen sind“, sagte der Chef des Landes-Energieversorgers zur Presse.
„Natürlich würden wir gerne mehr Ökostromkraftwerke bauen“, sagte Schitter. Derzeit errichtet das Unternehmen immerhin einige Biomasseund Wasserkraftwerke. Aber nicht nur Kraftwerke, auch neue Leitungen müssten gebaut werden. Wenn man mehr Erneuerbare volatil ins Stromnetz einspeise, stoße auch das Lastmanagement irgendwann an seine Grenzen, warnt der Firmenchef vor der steigenden Blackout-Gefahr.


Ein Gutteil der Netze sei mehr als ein halbes Jahrhundert alt und müsse ausgetauscht werde. „Ich hätte gern ein funktionierendes Infrastrukturgesetz, das es ermöglicht, schneller zu bauen“, sagt Schitter.


Die Regierung hat sich das Ziel gesetzt, dass bis 2030 der Stromverbrauch bilanziel l übers Jahr gesehen zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen gedeckt wird. Dafür müssten aktuell 27 Terawattstunden (TWh) zugebaut werden.

Tiroler Tageszeitung