OECD-Chef will stärkere Maßnahmen gegen den Klimawandel

31. August 2021, Wien/Alpbach
OECD-Generalsekretär Mathias Cormann
 - PARIS, APA/AFP/POOL

Der Generalsekretär der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), Mathias Cormann, sieht die größte Gefährdung der Weltwirtschaft in möglichen Mutationen des Coronavirus, gegen die Impfungen vorerst nicht wirken. Aktuell sei es wichtig, dass sich so viele Menschen so rasch wie möglich impfen lassen. Die Staaten müssten krisenbedingt darauf achten, ihre „fiskalische Feuerkraft“ zu behalten. Dringend müsse gegen den Klimawandel gehandelt werden.

„Wir müssen sicherstellen, dass global koordiniert stärkere Maßnahmen gegen den Klimawandel getroffen werden, um die notwendigen Outputs zu erreichen“, sagte der Australier belgischer Herkunft am Dienstag beim Forum Alpbach in Tirol. Als weiteres Großthema nannte er die digitale Transformation. Hier müssten die Staaten danach trachten, alle Menschen mitzunehmen. Es gehe für die Menschen auch um lebenslanges lernen.

In der Arbeitswelt werde die Telearbeit bleiben, wenn auch nicht so ausgeprägt wie zum Höhepunkt der Pandemie. „Das Pendel wird zurückschwingen (in Richtung Arbeit mit Anwesenheit, Anm.), aber nicht so weit wie es war.“

Die Regeln des internationalen Handels stünden wegen der Pandemie und des Matches zwischen den USA und China unter besonderem Druck. „Alle Länder wollen ihre Dienstleistungen und Produkte verkaufen. Dafür brauchen wir einen funktionierenden globalen Markt, woran wir weiter arbeiten müssen.“ Es gehe um einen globalen Markt, in dem alle die „bestmögliche Teilhabe“ haben sollen. Die Lebensstandards sollten überall auf nachhaltige Weise steigen.

Die Eurozone stehe jetzt besser da als zu Beginn der Pandemie, sagte Cormann. Der 750 Mrd. Euro schwere Recovery Fund mache richtig was her.

APA

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