Energieversorger Gutmann kooperiert mit Energiegemeinschaft

6. September 2021, Innsbruck
Überschüssiger Strom kann geteilt werden - Löhne, APA/dpa

Das Tiroler Unternehmen Gutmann bietet laut eigenen Angaben als erster Energieanbieter seinen Kunden das Teilen und Tauschen von Energie über die eFriends Plattform – eine Energiegemeinschaft – an. Dabei können Teilnehmer etwa überschüssigen Strom aus eigenen Photovoltaik-Anlagen österreichweit mit anderen teilen. Die Einbindung von Bürgern über Energiegemeinschaften sei für die Erreichung der EAG-Ziele bis 2030 essenziell, betonten die Verantwortlichen in einer Aussendung.

Ziel des Erneuerbaren-Ausbau-Gesetzes (EAG) ist es, bis 2030 den gesamte Strombedarf Österreichs aus erneuerbaren Quellen zu decken. „Durch die Integration weiterer Energieversorger auf die eFriends Plattform wird die erste bilanzübergreifende Energiegemeinschaft Österreichs Realität und gestaltet die Energiewende entscheidend mit“, betonte Matthias Katt, Gründer und Geschäftsführer von eFriends. Insbesondere Besitzer von Photovoltaik-Anlagen würden von der Energiegemeinschaft profitieren, da bisher nur rund 30 Prozent der Energie von privaten Anlagen genutzt werden konnten, gemeinsam mit anderen verbundenen Haushalten nun bis zu 100 Prozent.

„Je mehr Strom wir gemeinsam aus nachhaltigen Quellen regional erzeugen und nutzen, desto schneller werden wir die Ziele des EAG erreichen“, erklärte auch der Tiroler Prokurist Alexander Gutmann. Jeder, der sich bei der Gutmann Strombörse anmeldet, werde automatisch über die eFriends MAP mit anderen eFriends vernetzt, so Gutmann weiter.

Auch die RWA Raiffeisen Ware Austria bietet Energiegemeinschaften regional über ihre Plattform „strom:teilen“ auf der eFriends MAP an. „Die Produktion von regionalem Grünstrom und der direkte Verbrauch in der Region wird immer mehr an Bedeutung gewinnen“, meinte RWA Energie-Bereichsleiter Oliver Eisenhöld. Der Konzern RWA Raiffeisen Ware Austria ist mit rund 24 Prozent an eFriends beteiligt.

APA

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