EDF erhält Betriebsgenehmigung für neuen Atomreaktor

7. September 2021, Paris
Bau wurde 2007 begonnen
 - Paris, APA/AFP

Das französische Umweltministerium hat dem staatlichen Energiekonzern EDF die Betriebsgenehmigung für den umstrittenen neuen Atomreaktor in Flamanville am Ärmelkanal erteilt. Dies wurde im Amtsblatt verkündet. Die ins Auge gefasste Inbetriebnahme des Druckwasserreaktors (EPR) war zuletzt auf Ende 2022 verschoben worden, weil unter anderem undichte Schweißnähte in der Stahlhülle gefunden wurden.

Der Bau wurde 2007 begonnen, statt der ursprünglich veranschlagten 3,3 Milliarden Euro Kosten wird inzwischen mit mehr als zwölf Milliarden Euro kalkuliert.

Anders als Österreich und Deutschland setzt Frankreich zunächst weiter auf Atomenergie. Zwar wurde Frankreichs ältestes AKW in Fessenheim im Elsass 2020 abgeschaltet und die Außerbetriebnahme weiterer Reaktorblöcke bis 2035 ist avisiert. 56 Reaktoren hat EDF nach eigenen Angaben derzeit in Betrieb. Frankreich liegt hinter den USA immer noch auf Platz zwei der größten Produzenten von Atomstrom weltweit.

APA/dpa

Ähnliche Artikel weiterlesen

IAEA hebt erstmals seit Fukushima Atomenergie-Prognose an

16. September 2021, Wien
IAEA-Generaldirektor Rafael Mariano Grossi
 - Vienna, APA/AFP

Ozonloch über Antarktis dieses Jahr ungewöhnlich groß

16. September 2021, Reading

Deutsche Behörde prüft Unterlagen von Nord Stream 2

13. September 2021, Berlin/Moskau
Die Unterlagen wurden vollständig eingereicht
 - Lubmin, APA/AFP

Klima-Programm der deutschen Grünen würde viel kosten

8. September 2021, Berlin