USA und EU wollen globales Abkommen zur Methan-Verringerung

14. September 2021, Brüssel/Washington

Die USA und die EU wollen wegen des Klimawandels die Emissionen des Treibhausgases Methan bis 2030 um etwa ein Drittel senken. In einer gemeinsamen Erklärung würden sich die USA und die EU dazu verpflichten, die vom Menschen verursachten Methanemissionen bis zum Jahr 2030 um mindestens 30 Prozent gegenüber dem Stand von 2020 zu reduzieren, wie aus einem Entwurf des „Global Methane Pledge“ hervorgeht, der der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt.

„Die kurze atmosphärische Lebensdauer von Methan bedeutet, dass Maßnahmen, die jetzt ergriffen werden, die Geschwindigkeit der globalen Erwärmung schnell reduzieren können“, heißt es in dem Papier. Die Verpflichtung würde sich auf die wichtigsten Verursacher von Methanemissionen erstrecken, darunter undichte Öl- und Gasinfrastrukturen, alte Kohlebergwerke, Landwirtschaft und der Abfallsektor.

In einem separaten Dokument sind mehr als zwei Dutzend Länder aufgelistet, die sich der Verpflichtung anschließen sollen, darunter große Emittenten wie China, Russland, Indien, Brasilien und Saudi-Arabien, aber auch Norwegen, Katar, Großbritannien, Neuseeland und Südafrika.

Das US-Außenministerium lehnte eine Stellungnahme ab, die Europäische Kommission reagierte nicht sofort auf eine Bitte um Stellungnahme zu den Dokumenten. Das Abkommen wird voraussichtlich am Freitag bei einem Treffen der wichtigsten Emissionsländer vorgestellt, um vor dem Klimagipfel COP26 im November in Glasgow um Unterstützung zu werben.

APA/ag

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