Litauens Präsident zweifelt am Nutzen von Nord Stream 2

16. September 2021, Berlin
Litauens Präsident Gitanas Nauseda
 - Brussels, APA/AFP/POOL

Auch nach der Fertigstellung der Ostseepipeline Nord Stream 2 lehnt Litauens Präsident Gitanas Nauseda das umstrittenen Projekt weiterhin ab. Vor einem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Berlin sagte er dem Nachrichtenportal ZDF heute, er habe Zweifel, dass die Gaspipeline zwischen Russland und Deutschland einen Nutzen für die EU bringe.

Es sei „nicht so einfach“, autoritäre Regime durch Handel, Investitionen und gemeinsame Projekte zu ändern, erklärte Nauseda. Er warb für eine Unterbrechung der Pipeline, falls Russland sich nicht an Zusagen halte: „Wo eine Pipeline ist, ist auch ein Gashahn. Einen Gashahn kann man zudrehen.“ Die Pipeline war vor wenigen Tagen fertiggestellt worden. Künftig sollen durch die Leitung jährlich 55 Milliarden Kubikmeter Gas von Russland nach Deutschland fließen. Bei russischen Nachbarländern wie Polen und den baltischen Staaten stößt das Projekt aber auf große Vorbehalte. Kritiker befürchten eine zu große Abhängigkeit von Moskau.

APA/dpa

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