Mögliches Atommüll-Endlager Gorleben endgültig vom Tisch

17. September 2021, Gorleben/Berlin
Der Salzstock in Gorleben - Gorleben, APA/dpa

Das einst als Atommüll-Endlager in Betracht gezogene Bergwerk Gorleben in Niedersachsen wird geschlossen. Das deutsche Umweltministerium beauftragte den Betreiber nach eigenen Angaben vom Freitag mit der Stilllegung. „Das Kapitel Endlager Gorleben wird ab dem heutigen Tag geschlossen“, erklärte Staatssekretär Jürgen Flasbarth. „Ich hoffe, dass im Wendland nun die Wunden heilen können, die der jahrzehntelange Streit um Gorleben gerissen hat.“

Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) hatte bereits im September 2020 entschieden, dass sich der Salzstock Gorleben nicht als Endlager für Atommüll eigne. Auch der niedersächsische Umweltminister Olaf Lies (SPD) erklärte nun: „Ab heute gibt es keine Hintertür mehr.“

Der Salzstock im Norden Niedersachsens war seit vielen Jahrzehnten als Atommüll-Endlager im Gespräch. Die diesbezüglichen Erkundungen wurden bereits Ende der 1970er Jahre begonnen. Zudem existiert in Gorleben seit 1995 ein Atommüll-Zwischenlager. Transporte dorthin aus französischen Atommeilern riefen in den vergangenen Jahren immer wieder Proteste und Blockaden von Umweltaktivisten hervor.

APA/ag

Ähnliche Artikel weiterlesen

Elektrizitätswirtschaftsgesetz stockt

13. Juni 2024, Wien
Elektrizitätswirtschaftsgesetz verzögert sich
 - Wien, APA/THEMENBILD

Bayern besteht auf Übernahme von Uniper-Wasserkraftwerken

13. Juni 2024, Düsseldorf
Bayern stellt Uniper die Rute ins Fenster
 - Düsseldorf, APA/AFP

VW plant Stromgroßspeicher in Norddeutschland

13. Juni 2024, Wolfsburg
Die VW-Ladenetzsparte Elli soll die 700-Megawattstunden-Anlage betreiben
 - Wolfsburg, APA/dpa

Uniper kündigt Gaslieferverträge mit russischer Gazprom

12. Juni 2024, Düsseldorf
Uniper will kein Gas mehr von Gazprom
 - Unterreit, APA/AFP