Schweizer AKW bei Terroranschlag „nicht unzerstörbar“

30. September 2021, Bern
Das AKW Gösgen in Däniken in der Schweiz - Gösgen, APA/SIGI TISCHLER/KEYSTONE

Die Schweizer Atomkraftwerke sind gemäß der Aufsichtsbehörde ENSI bei einem terroristischen Flugzeugabsturz „nicht unzerstörbar“. Das gab der stellvertretender Direktor des Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorats (ENSI), Georg Schwarz, in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview bekannt. Einzelheiten nannte die Behörde jedoch nicht.

Die Atomaufsichtsbehörde hatte nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in den USA von den AKW-Betreibern eine vertiefte Analyse zur nuklearen Sicherheit bei einem vorsätzlichen Absturz eines Verkehrsflugzeugs auf ein Atomkraftwerk verlangt. 2018 gab das ENSI bekannt, die AKW erfüllten die Vorgaben des Regelwerks bezüglich eines vorsätzlichen Flugzeugabsturzes. Nachrüstungen und Erweiterungen der Notfallmaßnahmen hätten den Schutzgrad bezüglich eines vorsätzlichen Flugzeugabsturzes weiter erhöht, erklärte Schwarz nun.

Die detaillierten Daten, Methoden und Resultate zu den Untersuchungen seien allerdings klassifiziert. Es bestehe ein gemeinsames Interesse am Schutz sensibler Daten, hieß es zur Begründung. Würde man etwa Angaben zu den Anfluggeschwindigkeiten und ‐winkeln veröffentlichen, „hätte ein Terrorist alle Angaben auch ohne Simulatorversuche“, so Schwarz.

APA/sda

Ähnliche Artikel weiterlesen

Energiewende: Thermische Speicher sollen Wärme in den Winter bringen

11. April 2024, Wien
Tankspeicher mit einem Volumen von rund 40.000 Kubikmeter wird in Wien gebaut
 - Wien, Uwe Anspach/dpa/picturedesk

Offenbar Potenzial für „Windpark“ am Tiroler Patscherkofel

11. April 2024, Innsbruck
Bisher hat Tirol, wie andere westliche Bundesländer, keine Windräder
 - Parndorf, APA/ROBERT JAEGER

Deutsch-französisches Wasserstoffprojekt auf Schiene

10. April 2024, Dillingen
Der Transport erfolgt zum Stahlunternehmen Dillinger Hütte
 - Dillingen, APA/dpa

Klimaklage: Europ. Menschenrechtsgericht verurteilte Schweiz

10. April 2024, Straßburg/Wien
Schweizer Bundespräsidentin Amherd zeigte sich überrascht (Archiv)
 - Brussels, APA/AFP