Für EU-Klimaziele bräuchte es Spritpreis von vier Euro

4. Oktober 2021, Wien

Der CO2-Preis von 30 Euro pro Tonne ab Juli 2022 wird im Verkehrssektor nicht reichen, um die Klimaziele der EU zu erreichen. Wie selbst der Autofahrerclub ÖAMTC bereits vor einem Jahr in einer Studie errechnete, müssten Benzin und Diesel vier Euro pro Liter kosten. Erst ab diesem Preis würden Autofahren stark genug reduziert.

„Wenn wir die Klimaziele wirklich erreichen möchten, müssen wir den Spritpreis so stark anheben, dass Autofahrten eingeschränkt werden“, sagte Studienautor Christian Helmenstein vom Economica Institut für Wirtschaftsforschung bei der Präsentation der vom ÖAMTC beauftragten Studie im September 2020.

Die von der türkis-grünen Regierung angekündigten 30 Euro pro Tonne Kohlenstoffdioxid bedeuten, dass Benzin um 7 Cent pro Liter teurer wird und Diesel um 8 Cent. Heuer im August kostete Benzin im Schnitt 1,317 Euro und Diesel durchschnittlich 1,234 Euro.

In den am Sonntag vorgestellten Plänen der Regierung sieht der ÖAMTC „Licht und Schatten“. „Enttäuscht“ zeigte man sich darüber, dass man die bestehende Mineralölsteuer (MöSt) nicht als CO2-Bepreisung berücksichtigt habe. Würde man nämlich die MöSt umrechnen, wären es bei Benzin 162 Euro pro Tonne CO2 und bei Diesel 226 Euro.

APA

Ähnliche Artikel weiterlesen

Benzin in Deutschland so teuer wie seit sieben Jahren nicht

15. September 2021, Wien
Zusätzliche CO2-Bepreisung eingeführt
 - Berlin, APA/dpa

E-Autos: Über 80 Prozent sind Dienstwägen

28. Juli 2021, Wien
Nicht einmal ein Fünftel aller E-Autos wird privat gekauft
 - Klagenfurt, APA/THEMENBILD

Kraftstoffpreise haben im Juni wieder angezogen

7. Juli 2021, Wien
Sprit kostete wieder mehr
 - Dresden, APA/dpa

ÖAMTC – Sprit teuer, Benzinpreise im Mai über Vorkriseniveau

2. Juni 2021, Wien
Der Mai war heuer der bisher teuerste Tankmonat
 - Köln, APA (dpa)