Insider: OPEC+ hält an Förderpolitik fest

4. Oktober 2021, London
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Die großen Erdöl-Förderländer werden Insidern zufolge dem Ruf nach einer stärkeren Ausweitung der Produktion am Montag wohl nicht folgen. Die Gruppe werde voraussichtlich an ihrem Plan festhalten, die Quoten um monatlich 400.000 Barrel pro Tag anzuheben, sagten mehrere Personen aus dem Umfeld der „OPEC+“, zu der neben den Mitgliedern des Exportkartells weitere Förderländer wie Russland gehören.

Die Ölminister der beteiligten Staaten wollen ab 14 Uhr MESZ über ihre Förderpolitik beraten. In der vergangenen Woche hatte es widersprüchliche Signale zum Thema Fördermengen-Ausweitung gegeben. Im Gespräch war unter anderem, dass die für Dezember geplante Anhebung vorgezogen und das Plus im November auf 800.000 Barrel pro Tag verdoppelt wird.

„Die OPEC+ ist regelmäßig für Überraschungen gut, aber ich bezweifle, dass die Gruppe bereit sein wird, mehr als nur ein paar Pflaster auf die Produktionsmengen zu werfen“, sagte Analyst Jeffrey Halley vom Brokerhaus Oanda. Schließlich hätten einige Mitglieder bereits jetzt Mühe, ihre Quoten zu erfüllen. Vor allem Nigeria und Angola hinken Experten zufolge hinterher, weil die dortigen Anlagen wegen unzureichender Investitionen marode seien.

Die Aussicht auf einen Verzicht auf eine stärkere Rohöl-Förderung gab der Sorte Brent aus der Nordsee Rückenwind. Sie machte ihre anfänglichen Verluste wett und kostete zuletzt 79,22 Dollar je Barrel (159 Liter).

APA/ag

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