54 % mehr Förderanträge für Heizungstausch in der Steiermark

13. Oktober 2021, Graz

Immer mehr Steirerinnen und Steirer steigen auf schadstoffarme und energieeffizientere Heizsysteme um: Seit Jahresbeginn wurden 3.899 Förderungsanträge für den Heizungstausch beim Land Steiermark gestellt. Das sind 54 Prozent mehr als 2020. 2.859 Förderungen mit einem Volumen von 6,73 Mio. Euro wurden heuer bereits abgewickelt oder zur Auszahlung freigegeben. Weitere 560 Ansuchen seien in Bearbeitung, hieß es am Mittwoch seitens Umweltlandesrätin Ursula Lackner (SPÖ) in Graz.

Allein die im Jahr 2021 getauschten Anlagen bringen eine jährliche Ersparnis von rund 30.000 Tonnen CO2 bzw. 11,3 Mio. Liter Heizöl, rechneten Lackner und Andrea Gössinger-Wieser, Klimaschutzkoordinatorin des Landes Steiermark, vor. Im September wurden die Mittel für die Energieberatung um 500.000 Euro erhöht, damit noch mehr Menschen sich bei den Überlegungen zum Heizungstausch beraten lassen können. „Die hohe Nachfrage beweist, dass unser Beratungsangebot gut ankommt“, so die Landesrätin.

2020 wurden immer noch rund 106.000 Ölheizungen sowie rund 62.000 Gasheizungen in der Steiermark betrieben. Gefördert wird beim Tausch von fossilen Heizungssystemen, Allesbrennern und Stromheizungen auf automatisch beschickte Pellets- oder Hackschnitzelkessel. Da werden bis zu 3.700 Euro seitens des Landes zugeschossen. Für Scheitholz- und Kombikessel sind es bis zu 2.300 Euro und für Wärmepumpen bis zu 3.600 Euro. Eine Förderung von bis zu 1.400 Euro ist beim Umstieg auf Nah- oder Fernwärme möglich. Wer eine solarthermische Anlage oder wasserbasierende Hybridanlagen errichtet, kann größenabhängig bis zu 7.000 Euro an Förderungen erhalten.

APA

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