CH – Blackout-Gefahr durch fehlendes Stromabkommen mit EU

13. Oktober 2021, Zürich

Die Schweizer Regierung hat vor einem drohenden mehrtägigen Blackout gewarnt, sollte kein Stromabkommen mit der Europäischen Union (EU) ausgehandelt werden können. Ohne einen Kooperationsvertrag könnte es passieren, dass ab 2025 der inländische Strombedarf im schlimmsten Fall für 47 Stunden nicht mehr gedeckt werden könne, wie es in einer vom Bundesamt für Energie (BFE) und der Eidgenössischen Elektrizitätskommission (ElCom) in Auftrag gegebenen Studie heißt.

Hintergrund sind die im Mai gescheiterten Marktzugangs-Verhandlungen zwischen der Schweiz und der EU. In dem sogenannten Rahmenabkommen sollte der Zugang der Schweiz zum EU-Binnenmarkt umfassend geregelt werden. 2025 treten in der EU Vorschriften in Kraft, die die europäischen Übertragungsnetzbetreiber verpflichten, mindestens 70 Prozent der grenzüberschreitenden Netzkapazitäten für den Stromhandel innerhalb der EU frei zu halten. Dadurch könnten die Importkapazitäten der Schweiz deutlich eingeschränkt werden, warnt die Studie.

APA/ag

Ähnliche Artikel weiterlesen

Kärntner ÖBB-Kraftwerk Obervellach II geht bald in Betrieb

20. Feber 2024, Obervellach/Wien
Das Kraftwerk einem Archivbild
 - Obervellach, APA/THEMENBILD

Mehrere Klagen gegen Kelag-Strompreis

19. Feber 2024, Klagenfurt
Strompreis in Kärnten regt weiter auf
 - Bremen, APA/dpa

Für Kogler bleibt das Thema Gas auf der Tagesordnung

19. Feber 2024, Wien
Kogler macht andere für die bestehenden Verträge verantwortlich
 - Wien, APA/ROLAND SCHLAGER

EDF erzielte mit sanierten Atomkraftwerken Milliardengewinn

16. Feber 2024, Paris