Bulgarien schließt Kohlekraftwerke frühestens 2038

14. Oktober 2021, Sofia

Das ärmste EU-Land Bulgarien will nach Protesten von Bergarbeitern seine Kohlekraftwerke erst zwischen 2038 und 2040 schließen. Die Übergangsregierung in Sofia beschloss am Donnerstag diesen Zeitraum im Rahmen des bulgarischen Plans für Wiederaufbau. „Wir bevorzugen 2040“, betonte Interimsregierungschef Stefan Janew. Bergarbeiter aus Südbulgarien hatten am Mittwoch im Zentrum der Hauptstadt für eine späte Schließung von Kohlekraftwerken demonstriert.

Der genaue Termin soll vom Parlament nach der Wahl am 14. November festgelegt werden. Das Balkanland hat reichlich vorhandene Kohlevorkommen und daher einen hohen Anteil von Kohlestrom an der Stromversorgung.

Bulgarien will seinen Wiederaufbau-Plan an diesem Freitag der EU-Kommission übergeben. In Sofia wurde der geschäftsführende Vizepräsident der EU-Kommission, Frans Timmermans, erwartet, der für den Grünen Deal der Europäischen Union zuständig ist. Die EU hat sich verpflichtet, bis 2050 Klimaneutralität zu erreichen.

APA/dpa-AFX

Ähnliche Artikel weiterlesen

„Gas muss billig sein, um Kohle zu ersetzen“

1. Dezember 2021

Chinas CO2-Emissionen erstmals seit Pandemiebeginn gesunken

25. November 2021, Peking

Zuwächse im Energiehandel retten RWE-Ergebnis

11. November 2021, Essen
Der Handel lieg gut
 - Essen, APA/dpa

Australien will noch jahrzehntelang Kohle fördern

8. November 2021, Sydney