Energiekrise könnte globale Wirtschaftserholung bedrohen

14. Oktober 2021, Paris

Eine globale Energiekrise könnte die Inflation anheizen und nach Ansicht der Internationalen Energieagentur (IEA) die weltweite Erholung von der Corona-Pandemie verlangsamen. „Rekordpreise für Kohle und Gas sowie wiederkehrende Ausfälle veranlassen den Stromsektor und energieintensive Industrien, sich dem Öl zuzuwenden, um Lichter brennen zu lassen und den Betrieb am Laufen zu halten“, teilte die Agentur in ihrem monatlichen Ölbericht mit.

Infolge dessen werde sich die weltweite Ölnachfrage im nächsten Jahr voraussichtlich auf das Niveau vor der Pandemie erholen. Die IEA geht davon aus, dass die globale Energiekrise die Ölnachfrage um eine halbe Million Barrel pro Tag (bpd) ankurbeln werde. Die steigenden Energiepreise erhöhten auch den Inflationsdruck, der zusammen mit Stromausfällen zu einer Verlangsamung der wirtschaftlichen Erholung führen könnte. Die Agentur schätzt, dass die großen Ölförderländer der Opec+ mit der Rohöl-Förderung im vierten Quartal etwa 700.000 Barrel pro Tag unter der erwarteten Nachfrage bleiben werde.

APA/ag

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