Studie: Atomkraft ist für Frankreich die billigste Lösung

25. Oktober 2021, Paris
Atomkraftwerk Fessenheim - Fessenheim, APA/AFP

Der Bau neuer Atomkraftwerke ist gemäß einer französischen Studie die billigste Lösung für Frankreich, um bis 2050 Klimaneutralität zu erreichen. In jedem Fall müssten aber auch Erneuerbare Energieträger massiv ausgebaut werden, heißt es einer Studie des Netzbetreibers RTE, die am Montag in Paris vorgestellt wurde. „Neue Atomreaktoren zu bauen, ist aus wirtschaftlicher Perspektive sinnvoll“, heißt es in der Studie.

Der Netzbetreiber hat verschiedene Szenarien entworfen und dabei auch die wirtschaftlichen und sozialen Folgen in Betracht gezogen – von einem kompletten Ausstieg aus der Atomenergie bis zum Bau von bis zu 14 neuen EPR-Atomreaktoren und weiteren kleinen SMR-Atomreaktoren. Dabei verzichtet die Studie auf eine Empfehlung. „Alle Wege sind möglich, auch wenn einige schwieriger oder unsicherer sind“, sagte der RTE-Vorsitzende Xavier Piechaczyk.

„Klimaneutralität ist nicht zu erreichen, wenn nicht auch die erneuerbaren Energien massiv ausgebaut werden“, heißt es in der Studie weiter. Dies gelte auch für die Szenarien, in denen neue Atomkraftwerke gebaut werden. Selbst im Fall eines massiven Ausbaus der Atomenergie müsse die Solarproduktion versiebenfacht werden, und die Produktion durch Windräder müsse um das Zweieinhalbfache steigen.

APA/ag

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