Minister: Saudi-Arabien könnte vor 2060 klimaneutral sein

27. Oktober 2021, Riad/Glasgow

Saudi-Arabien könnte nach Angaben der Regierung bereits vor 2060 Klimaneutralität erreichen. Das Jahr 2060 sei eine „dynamische Grundlinie“, sagte der saudi-arabische Energieminister Prinz Abdulasis bin Salman am Mittwoch auf einer Wirtschaftskonferenz in Riad. „Wenn sich die Technologien schneller entwickeln, müssen wir vielleicht nicht bis 2060 warten. Es könnte schon früher so weit sein.“

Entscheidend seien dabei neue Technologien im Bereich der „zirkulären Kohlenstoffwirtschaft“ (CCE), bei der Kohlenstoff-Abfälle aufbereitet und wiederverwendet werden, erklärte der Minister. Das Königreich, das weltweit der größte Erdölexporteur ist, hatte wenige Tage vor der UN-Klimakonferenz COP26 angekündigt, in knapp 40 Jahren klimaneutral sein zu wollen.

Saudi-Arabien gehört zu den Bremsern beim weltweiten Klimaschutz und den größten Treibhausgas-Verursachern der Welt. Allerdings steht der Golfstaat unter Druck, weil Investoren drohen, sich wegen des hohen Klimafußabdrucks vom Ölkonzern Saudi Aramco abzuwenden, der zu den wichtigsten Einnahmequellen des Wüstenstaats zählt.

Von Sonntag an verhandeln die Regierungen auf der Weltklimakonferenz COP26 im schottischen Glasgow darüber, wie sie die Ziele des Pariser Abkommens konkret einhalten können. Dieses sieht eine Begrenzung der globalen Erwärmung auf deutlich unter zwei und möglichst auf 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter vor.

APA/ag

Ähnliche Artikel weiterlesen

voestalpine-Chef warnt vor Gasembargo

25. Mai 2022, Wien/Linz
Ohne Gas stehen wesentliche Prozesse in der Industrie still
 - Donawitz, APA/THEMENBILD

Weniger EVN-Halbjahresgewinn durch sprunghafte Energiemärkte

25. Mai 2022, Wien/Maria Enzersdorf
41790348467132556_BLD_Online

Nehammmer lobt Verbund für Gutschrift

25. Mai 2022, Wien
Nehammer drohte Verbund mit Gewinnabschöpfung
 - Wien, APA/ROLAND SCHLAGER

Österreich kauft erstes Erdgas für Gasreserve an

24. Mai 2022, Wien/Moskau
Gas für Reserve stammt zum Teil auch aus Russland
 - Stuttgart, APA/dpa