TotalEnergies verdiente deutlich mehr

28. Oktober 2021, Courbevoie/La Defense
TotalEnergies-CEO Patrick Pouyanne
 - Paris, APA/AFP

Der französische Ölkonzern TotalEnergies profitiert von steigenden Energie- und Gaspreisen. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum vervielfachte sich der bereinigte Gewinn im dritten Quartal auf 4,8 Milliarden US-Dollar (4,1 Mrd. Euro), wie das Unternehmen am Donnerstag in Paris mitteilte. Das war deutlich mehr als von Analysten erwartet.

Vor allem im abgeschlossenen Jahresviertel sei TotalEnergies seine weltweite Marktführerschaft bei Flüssigerdgas zugutegekommen, sagte Konzernchef Patrick Pouyanne laut Mitteilung. Dennoch geriet die Aktie leicht unter Druck.

Am Donnerstagvormittag knickte der Aktienkurs etwas ein. So kostete eine Total-Aktie mit 43,21 Euro rund ein Prozent weniger und liegt damit in etwa auf dem Niveau von vor zwei Wochen. Seit Jahresbeginn haben Anleger aber ein Plus von fast einem Viertel verbucht.

Das operative Ergebnis des Quartals war mit fast 11,2 Mrd. US-Dollar mehr als doppelt so hoch wie noch vor einem Jahr. Nach Konzernangaben stiegen die Gaspreise im dritten Quartal in Asien und Europa um mehr als 85 Prozent verglichen mit dem Vorjahresviertel. Das machte sich auch im Segment „Exploration and Production“ bemerkbar, in dem sich das operative Ergebnis auf 2,7 Mrd. Dollar mehr als verdreifachte. Dort bündelt TotalEnergies Öl und Gas, Solar sowie Bioenergie. Zugunsten des Unternehmens wirkte sich dabei die neue Förderquote der OPEC+ aus sowie höhere Preise für Gas und für ein Barrel der Nordseesorte Brent.

Und auch in allen anderen Sparten konnte TotalEnergies zulegen. Im Bereich „Refining and Chemicals“ beispielsweise gelang dem Konzern nach einem operativen Verlust im Vorjahresquartal nun der Sprung zurück auf 602 Mio. Dollar Gewinn.

Unterdessen kündigte TotalEnergies an, seinen Aktionären wie in den vergangenen Jahren erneut eine Zwischendividende von je 0,66 Euro je Aktie auszahlen zu wollen. Zudem bestätigte der Vorstand, dass im Schlussquartal der Rückkauf von eigenen Aktien im Wert von 1,5 Mrd. Euro abgeschlossen werden soll.

APA/dpa-AFX

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