Greenpeace kritisiert Stichpunkte für COP26-Erklärung

8. November 2021, Glasgow

Nach Veröffentlichung erster Stichpunkte für die Abschlusserklärung des Weltklimagipfels fehlen Umweltschützern entscheidende Aspekte. Der erste Entwurf für den Klimapakt sei „außerordentlich schwach“, sagte Greenpeace-Chefin Jennifer Morgan am Montag in Glasgow. Um das 1,5-Grad-Ziel in Reichweite zu halten, brauche es ein klares Bekenntnis zum Ausstieg aus Kohle, Gas und Öl. Üblicherweise werde der erste Entwurf im Verlauf der Verhandlungen noch abgeschwächt.

Auch andere Beobachter kritisierten die von der UN-Klimarahmenkonventionen veröffentlichten Stichpunkte als schwach und unkonkret. So sind Vorgaben für das Auslaufen des Verbrennungsmotors nicht enthalten. Der britische Gastgeber hatte „Kohle, Autos, Geld und Bäume“ zu den zentralen Prioritäten des Gipfels erklärt. Die Stichpunkte bleiben bei vielen Themen – etwa der Bereitstellung von Geldern für besonders vom Klimawandel betroffene Staaten – im Ungefähren.

Nach dem Zeitplan der britischen Regierung sollen sich die rund 200 Staaten bis zum Ende der Woche auf eine Erklärung einigen, die eine Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 Grad im Rahmen des Möglichen hält.

APA/dpa

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