Bis September wechselten 249.000 Kunden ihre Lieferanten

11. November 2021, Wien
Ein Gaszähler
 - Frankfurt (Oder), APA/dpa-Zentralbild

Von Jänner bis September haben heuer 248.999 Energiekundinnen und -kunden ihre Strom- und Gasanbieter gewechselt. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatten sich 233.297 Verbraucherinnen und Verbraucher einen neuen Energielieferanten gesucht. Der Anstieg sei vermutlich auch darauf zurückzuführen, dass die Energiepreise zuletzt vermehrt in der Öffentlichkeit diskutiert wurden, schrieb die Regulierungsbehörde E-Control am Donnerstag in einer Aussendung.

In den ersten neun Monaten 2021 wechselten 197.713 Kunden den Stromanbieter, darunter waren 143.865 Haushalte. Einen neuen Gaslieferanten suchten sich 51.286 Verbraucher, davon 46.977 Haushalte. Damit lag die Wechselrate bei Strom heuer bisher bei 3,2 Prozent, bei Gas betrug sie 3,9 Prozent. Die E-Control sieht vor allem bei Strom eine höhere Bereitschaft zum Wechsel, bei Gas habe die Behörde hingegen einen Rückgang beobachtet.

Darüber hinaus würden sich Konsumentinnen und Konsumenten heuer vermehrt an die Servicestellen der E-Control wenden, um Fragen zu gestiegenen Energiepreisen und gekündigten Verträgen zu klären. Die verschiedenen Beratungsstellen der E-Control stehen Kundinnen und Kunden bei Fragen zu Strom und Gas jederzeit kostenlos zur Verfügung, „und niemand in Österreich braucht sich davor fürchten, ohne Versorgung dazustehen“, erklärte E-Control-Vorstand Wolfgang Urbantschitsch laut Aussendung.

Bereits seit einigen Jahren und auch heuer wieder wechselten die Oberösterreicher am häufigsten ihre Energielieferanten. Die Wechselrate betrug hier bei Strom 5,2 Prozent (55.002 Kunden) und bei Gas 5,7 Prozent (8.070 Kunden). Danach folgte Kärnten mit 4,0 Prozent (15.719 Kunden) bei Strom und 4,8 Prozent (656 Kunden) bei Gas. Danach kam Wien beim Strom und Niederösterreich beim Gas. Sehr wenig gewechselt wird hingegen in Vorarlberg.

Aufgrund der enormen Preissteigerungen auf den Großhandelsmärkten für Strom und Gas könnten die Preise im kommenden Winter auch für Endkunden deutlich teurer werden. Die E-Control empfiehlt deshalb energiesparendes Verhalten, beispielsweise die Nachtabsenkung oder cleveres Lüften und verweist auf ihr Online-Tool „Energiespar-Check“. Den günstigsten Anbieter für Strom und Gas können Kundinnen und Kunden mit dem Tarifkalkulator der E-Control finden.

APA

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