COP26 – Neuer Textentwurf schwächt Forderung zu Kohleausstieg ab

12. November 2021, Glasgow

In einem neuen Entwurf für die Abschlusserklärung des Weltklimagipfels in Glasgow ist die Forderung nach einem Ausstieg aus der Kohle deutlich abgeschwächt worden. Das geht aus dem am Freitagmorgen von der COP-Präsidentschaft veröffentlichten Dokument hervor.

In einer früheren Fassung war noch davon die Rede, dass die Staaten den „Ausstieg aus der Kohle und aus Subventionen in fossile Energieträger beschleunigen“ sollten. In der aktuellen Fassung heißt es, der Ausbau sauberer Energien solle vorangetrieben werden und die schnelle Abschaltung von Kohlekraftwerken, deren ausgestoßenes Kohlendioxid nicht gebunden wird, beschleunigt werden. Außerdem sollten lediglich „ineffiziente“ Subventionen für fossile Energieträger beendet werden.

Am Ende der Weltklimakonferenz, planmäßig für Freitagabend angesetzt, müssen die rund 200 Staaten den finalen Erklärungstext gemeinsam offiziell beschließen. Frühere Konferenzen waren meist ins Wochenende verlängert worden. Erklärtes Ziel des Gipfels ist, es die Begrenzung der Erderwärmung auf maximal 1,5 Grad gegenüber der vorindustriellen Zeit im Rahmen des Möglichen zu halten.

APA/dpa

Ähnliche Artikel weiterlesen

Ukraine: Vertrag mit US-Firma über AKW-Bau unterzeichnet

22. November 2021, Kiew

Blinken: Afrika braucht mehr Hilfe gegen Klimawandel

19. November 2021, Abuja

COP26 – Endspurt mit Protesten und Aufrufen an den „We can“-Geist

12. November 2021, Glasgow

COP26 – Forderung zu Kohleausstieg abgeschwächt

12. November 2021, Glasgow
Ein Kohlekraftwerk
 - Zhangjiakou, APA/AFP