COP26 – China weist Vorwürfe wegen Glasgow-Abschlusserklärung zurück

15. November 2021, Glasgow

China setzt sich gegen Vorwürfe wegen seines Verhaltens bei den Verhandlungen zur Weltklimakonferenz in Glasgow zur Wehr. Das zweiwöchige Treffen, das am Wochenende zu Ende ging, habe „positive Fortschritte“ gebracht, sagte ein Sprecher des Außenministeriums am Montag in Peking. Kritik, dass China zusammen mit Indien eine konkretere Vereinbarung zum Ausstieg aus der Kohle in letzter Minute verhindert habe, wies er zurück.

Die Volksrepublik unternehme demnach „massive Anstrengungen“, um den Verbrauch an Kohle zu kontrollieren und den Bau neuer Kohlekraftwerke einzuschränken. Die Reduzierung des Kohleanteils an der Energieerzeugung sei jedoch ein fortschreitender Prozess, der die Gegebenheiten von Ländern in verschiedenen Entwicklungsstadien berücksichtigen müsse. Besonders für Entwicklungsländer sei es eine große Herausforderung, dass trotz der Veränderungen genügend Strom zur Verfügung stehe. Die Industrieländer sollten zuerst die Kohlenutzung einstellen, so der Sprecher. Dann sollten sie Entwicklungsländer mit der Finanzierung neuer Technologien unterstützen.

Auf Druck von China und Indien ist in der Abschlussvereinbarung des Gipfels beim Thema Kohleenergie statt von einem Ausstieg (phase-out) nur noch von einem schrittweisen Abbau (phase-down) die Rede. Damit bleibt offen, ob beide Staaten jemals komplett auf Kohlestrom verzichten wollen. Mehrere andere Länder hatten sich bitter über diese „Verwässerung“ beschwert.

APA/dpa

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