Macron will 1,9 Mrd. Euro in Wasserstoff investieren

16. November 2021, Beziers

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat Investitionen in Höhe von 1,9 Milliarden Euro in die Förderung von Wasserstoff angekündigt. Die Herstellung von Wasserstoff sei ein „Kampf für die Industrie, die Umwelt und die Unabhängigkeit“, sagte er am Dienstag bei einem Besuch eines Unternehmens im südfranzösischen Béziers. „Alle großen Nationen setzen auf Wasserstoff“, sagte Macron. „Das wird uns dabei helfen, die Treibhausgase zu reduzieren“, fügte er hinzu.

Macron hatte bereits im Oktober Hilfen in Höhe von 30 Milliarden Euro für die französische Industrie angekündigt. Sie stehen unter dem Motto „Frankreich 2030“ und sollen in zukunftsträchtige Branchen investiert werden. Die nun angekündigten Investitionen sind Teil davon. Neben Wasserstoff sollen etwa auch kleine Atomreaktoren, Elektroautos und Innovationen in der Landwirtschaft gefördert werden.

Aus Wasserstoff lassen sich etwa synthetische Kraftstoffe für Flugzeuge, Schiffe oder Autos herstellen. Doch die Gewinnung von Wasserstoff erfordert viel Energie. Macron will dafür unter anderem die Energie neuer Atomkraftwerke nutzen.

In Béziers besuchte Macron das Unternehmen Genvia, das im März durch einen Zusammenschluss von Schlumberger und dem Kommissariat für Atomenergie entstanden war. Es soll die Pilot-Produktionsstätte für Wasserstoff in Frankreich werden.

APA/ag

Ähnliche Artikel weiterlesen

2021 brachte weltweit mehr Kohle-Strom und mehr CO2-Ausstoß

14. Jänner 2022, Paris/Wien
2021 brachte mehr Stromproduktion aus Kohle
 - Zhangjiakou, APA/AFP

Frankreichs Atomkraftwerke bereiten zahlreiche Probleme

10. Jänner 2022, Paris/EU-weit/Brüssel

Veolia sichert sich 86 Prozent an Fusionspartner Suez

10. Jänner 2022, Paris

IEA – Strom aus Erneuerbaren bleibt unzuverlässig

30. Dezember 2021, Wien/Paris
Produktion blieb hinter Kapazitäten zurück
 - Wittenburg, APA/dpa-Zentralbild