OMV-Großaktionär kauft Anteil an israelischem Erdgas-Feld

9. Dezember 2021, Tel Aviv

Das israelische Unternehmen Delek hat seinen Anteil von 22 Prozent am Erdgas-Feld Tamar im Mittelmeer an den OMV-Großaktionär Mubadala Petroleum aus den Vereinigten Arabischen Emiraten verkauft. Die endgültige Übertragung der Anteile an das Unternehmen mit Sitz in Abu Dhabi folge auf die Unterzeichnung eines Abkommens im September, teilte Delek am Donnerstag mit. Der Verkauf hat den Angaben zufolge ein Volumen von 1,1 Milliarden Dollar (973,5 Mio. Euro).

Delek-Geschäftsführer Jossi Abu sprach von einem „historischen Deal“. Es sei das größte Handelsabkommen zwischen den Emiraten und Israel seit der Annäherung der beiden Staaten im vergangenen Jahr. Eine Delek-Sprecherin bestätigte zudem, es sei die bisher größte arabische Investition in Israel. Dem Deal wird eine große geostrategische Bedeutung beigemessen.

Die Produktion aus dem Gasfeld Tamar vor Israels Küste hatte 2013 begonnen. Israel verfügt über weitere Erdgasfelder, das größte davon – Leviathan – wurde Ende Dezember 2019 in Betrieb genommen. Kurz darauf begann die Lieferung von Erdgas an Ägypten und Jordanien.

Delek will nach dem Verkauf seiner Anteile nach eigenen Angaben die Produktion auf dem Leviathan-Feld deutlich steigern. Der Wirtschaftszeitung „Globes“ zufolge musste Delek den Anteil an Tamar als Teil einer Rahmenvereinbarung verkaufen, die den Wettbewerb auf Israels Gasmarkt erhöhen soll.

Israel unterzeichnete im September vergangenen Jahres mit den Emiraten und Bahrain Abkommen über die Aufnahme diplomatischer Beziehungen. Zuvor hatten nur zwei arabische Staaten, die Nachbarländer Ägypten und Jordanien, diplomatische Beziehungen zu Israel unterhalten.

APA/dpa

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