IEA sieht deutlichen Überschuss am Ölmarkt

14. Dezember 2021, Paris
41790348464319878_BLD_Online

Die Internationale Energieagentur (IEA) rechnet nicht mehr mit Ölknappheit. Schon jetzt sei ein Überschuss an Erdöl festzustellen, der sich im kommenden Jahr ausweiten werde, erklärte die IEA am Dienstag. Die dringend benötigte Entspannung für die angespannten Rohölmärkte sei unterwegs. Schon in diesem Monat werde das weltweite Ölangebot die globale Nachfrage übersteigen.

Die IEA begründet ihre Sichtweise mit einem steigenden Angebot und einer nachlassenden Nachfrage. Das Angebot profitiere von einer wachsenden Förderung des Ölverbunds Opec+, der Freigabe strategischer Reserven durch große Volkswirtschaften und einer steigenden Produktion in den USA, Kanada und Brasilien. Die Nachfrage werde durch einen geringeren Kerosinverbrauch im Flugverkehr gedämpft. Die vielerorts steigenden Coronainfektionen dürften die Erdölnachfrage zwar bremsen, nicht jedoch komplett abwürgen, erwartet die IEA.

APA/dpa

Ähnliche Artikel weiterlesen

Weltweit mehr Investitionen in Energieeffizienz

2. Dezember 2022, Paris

IEA warnt vor Fracking in Deutschland

1. Dezember 2022, Berlin/Paris
IEA-Chef Fatih Birol
 - Prague, APA/AFP

IEA erwartet Einbruch der russischen Ölförderung

15. November 2022, Paris

IEA: Europa drohen 2023 massive Engpässe bei Gasspeicherung

3. November 2022, Paris
IEA-Direktor Fatih Birol
 - Sydney, APA/AFP/POOL