Land Tirol stellt Geld für Blackout-Vorsorge zur Verfügung

14. Dezember 2021, Innsbruck

Das Land Tirol stellt drei Jahre lang eine Million Euro jährlich für Blackout-Vorsorge zur Verfügung. Der neu ins Leben gerufene Fonds soll dazu dienen, die Notstromversorgung im Bundesland auszubauen. Die Gemeinden werden angehalten, Konzepte zu entwickeln, informierte der für Gemeindeangelegenheiten zuständige Landesrat Johannes Tratter. Das Land übernehme bis zur Hälfte die anfallenden Kosten.

Für so ein Blackoutkonzept gelte es, klare Schwerpunkte zu setzen, wurde Elmar Rizzoli, der Leiter des Zentrums für Krisen- und Katastrophenmanagement, in einem Bericht des ORF Tirol. Man solle sich in der Gemeinde anschauen, welche Infrastruktur notwendigerweise weiterbetrieben werden muss. Man müsse schauen, was schon vorhanden sei und wo es noch Handlungsbedarf gebe, so Rizzoli.

In Tirol fand vor kurzem eine großangelegte Sicherheitsübung – „Energie 21“ – im Rahmen des Tiroler Vorsitzes in der Landeshauptleutekonferenz statt. Diese habe einmal mehr gezeigt, dass Tirol auch für ein solches Szenario in enger Zusammenarbeit mit den Einsatzorganisation sowie dem Österreichischen Bundesheer bestens gerüstet ist, meinte Landesrat Tratter zur APA. „Die Abläufe und Einsätze in Tirol funktionieren im Krisen- und Katastrophenfall sehr gut. Maßgeblich ist dabei auch die Sensibilisierung der Bevölkerung im Sinne der Prävention – beispielsweise im Zuge einer gezielten Haushaltsbevorratung“, so Tratter.

Gefragt, wo er die größte Herausforderung ortet, meinte Tratter, dass diese in der Erreichung der Öl- und Gas-Unabhängigkeit Tirols vom Ausland liegt. Im Zuge des Projekts „Tirol 2050 energieautonom“ setze das Bundesland daher verstärkt auf die Eigenversorgung. Man verfüge über eine sehr gute Versorgungssicherheit im Hinblick auf Trink- oder Abwasser sowie den Transport. „Die Versorgungsnetze sind sehr gut ausgebaut – regionale Unterschiede können sich beispielsweise im Zuge der Grundwasserversorgung ergeben. Es werden vonseiten der Gemeinden zudem auch laufend Qualitätssicherungsmaßnahmen im Hinblick auf Versorgungs- und Transportsicherheit vorgenommen – beispielsweise durch Sanierungs- und Erhaltungsmaßnahmen“, ließ der Landesrat wissen.

APA

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