Regulierungsbehörde E-Control: Hohe Strompreise, aber weniger Abschaltungen

15. Dezember 2021

Drei Prozent der Haushalte von Energiearmut betroffen

Verbraucher. Bei Gas und Strom hat es heuer „massive Verwerfungen“ auf den Großhandelsmärkten gegeben, so Wolfgang Urbantschitsch, Vorstand der Regulierungsbehörde E-Control.
Der österreichische Strompreisindex (ÖSPI) für Jänner 2022 ist im Jahresvergleich um 105 Prozent auf ein Rekordhoch gestiegen. Die „enormen Preisanstiege“ seien bisher aber „nur teilweise im Endkundensegment angekommen“, so Urbantschitsch. Wo in den letzten Monaten noch keine Preissteigerung angekündigt wurde, ist also noch damit zu rechnen. Attraktive Angebote und insbesondere starke Wechselrabatte sind hingegen selten geworden, berichtet die E-Control in ihrem Konsumentenschutzbericht.


Obwohl viele Haushalte seit Beginn der Corona-Pandemie finanziell unter Druck geraten sind, hat die Zahl der Energie-Abschaltungen abgenommen. Im Jahr 2020 waren 15.449 Strom- und 2.975 Gaskunden davon betroffen.
Von Energiearmut sind nach Definition der E-Control etwa 115.500 oder drei Prozent der österreichischen Haushalte betroffen. Das bedeutet, dass diese beispielsweise ihren Wohnraum nicht ausreichend heizen können.

Kurier

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