OMV will ReOil-Recycling-Anlage 2023 in Betrieb nehmen

20. Dezember 2021, Wien
Die Raffinerie Schwechat
 - Wien, APA/OMV

Anfang übernächsten Jahres will der Öl-, Gas und Chemiekonzern OMV seine geplante ReOil-Anlage in Betrieb nehmen, die Kunststoffe in synthetischen Rohstoff für die Petrochemie umwandelt. Diese Demonstrationsanlage soll eine Jahreskapazität von 16.000 Tonnen aufweisen. Bis 2026 ist eine großtechnische Anlage mit 200.000 Jahrestonnen geplant, erklärte die OMV am Montag. Schon seit 2018 arbeitet in der OMV-Raffinerie Schwechat bei Wien eine ReOil-Pilotanlage.

Diese Pilotanlage kann pro Stunde 100 Kilogramm Altkunststoffe in 100 Liter synthetischen Rohstoff verarbeiten – seit ihrer Inbetriebnahme war sie 13.000 Stunden in Betrieb. Zur Finanzierung der neuen Demo-Anlage, die Anfang 2023 die Produktion aufnehmen soll, hat die OMV ihren ersten Grünen Kredit aufgenommen, der die „Green Loan Principles“ erfüllt und von einer externen grünen Due-Diligence-Einschätzung zu dem Projekt begleitet wird.

Die Demo-Anlage soll Kunststoffabfälle, die für das mechanische Recycling ungeeignet sind und ansonsten in der Müllverbrennung landen, in eine wertvolle Ressource umwandeln, so die OMV. Durch das chemische Recycling von Kunststoffen gewinne man einen reinen Rohstoff. Aus dem ließen sich wieder Basischemikalien und Kunststoffe in reiner, neuwertiger Qualität für alle Anwendungen herstellen. Die Anlage werde in den Petrochemie-Standort Schwechat voll integriert und schaffe 50 neue Arbeitsplätze. Gemeinsam mit der OMV-Tochter Borealis hatte der Konzern die Planungen zu ReOil aufgenommen, als Borealis erst eine 36-Prozent-Beteiligung der OMV war.

APA

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