Stadtwerke errichten Photovoltaikanlagen in Klagenfurt

22. Dezember 2021, Klagenfurt
Investiert werden 20 Mio

Die Stadtwerke Klagenfurt (STW) planen bis 2025 die Errichtung von 59 Photovoltaikanlagen auf 80 Dächern in der Stadt sowie auf der Deponie Hörtendorf. Die Investitionssumme beläuft sich auf 20 Mio. Euro. Wie die Verantwortlichen bei einer Pressekonferenz sagten, sollen die neuen Anlagen eine Leistung von 30 Megawatt haben. Die Finanzierung läuft über einen Green Bond der BKS Bank mit Sitz in Klagenfurt.

Wie BKS-Vorstandsvorsitzende Herta Stockbauer sagte, seien Green Bonds Anleihen, um „grüne Investitionen“ zu finanzieren. Dabei habe es in den vergangenen Jahren eine „stürmische Entwicklung“ gegeben: „Im Jahr 2018 wurden in Österreich neun Green Bonds verzeichnet, heuer waren es bereits 57, und jetzt kommt noch dieser Green Bond dazu.“ Die Anleihe könne auch von Kleinanlegern gezeichnet werden. Der Erlös fließt an Unternehmen – in diesem Fall die STW – die sich verpflichten, die Erlöse für grüne Projekte zu verwenden. Die Bank sei die „Drehscheibe“, die beide zueinander bringe.

Die Zeichnung des Green Bonds beginnt am (morgigen) Donnerstag, das Emissionsvolumen wird mit fünf Mio. Euro angegeben, mit einer Aufstockungsmöglichkeit um weitere fünf Mio. Euro. Die Bonds sind mit 1.000 Euro gestückelt, die Laufzeit beträgt sieben Jahre, die Verzinsung 0,75 Prozent per anno. Die BKS hatte in der Vergangenheit bereits fünf Green Bonds begeben: Zweimal für Photovoltaikprojekte, einmal für ein Green Building, einmal für eine Biomasseanlage und einmal für die Revitalisierung eines Kleinwasserkraftwerks. Von der Größenordnung sei das aktuelle Projekt aber das wirksamste: Wurden mit den fünf Projekten zuvor 10.000 CO2-Emissionen pro Jahr eingespart, so sind es bei diesem Projekt 13.500 Tonnen.

Doch nicht nur das sei für die Bewertung als Green Bond entscheidend gewesen, sagte STW-Vorstand Erwin Smole: „Die Photovoltaikmodule werden von der KIOTO Photovoltaics GmbH aus St. Veit an der Glan produziert. Die Installation übernimmt mit der PVI GmbH aus Klagenfurt ein weiteres regionales Unternehmen.“

APA

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