Regierung verzichtet 2022 auf Ökostrom-Pauschale

23. Dezember 2021

Haushalte sparen sich insgesamt 100 Euro

„Teuerungsausgleich“. Die hohen Energiepreise machen Haushalten und Betrieben
zu schaffen. Deshalb wird durch einen Initiativantrag von ÖVP, SPÖ und Grünen die Ökostrom-Pauschale 2022 nicht eingehoben. Ein durchschnittlicher Haushalt erspart sich so etwa 42 Euro.

Die Nachricht überraschte, denn die hohen Marktpreise sorgten dafür, dass Ökostromanbieter auf die staatlichen Förderungen verzichten, weil sie am freien Markt mehr Geld bekommen. Dadurch bleiben die Fördertöpfe gut gefüllt, und ein Automatismus tritt in Kraft, wonach 2022 kein Ökostrom-Förderbeitrag gezahlt werden muss. Nun verzichtet die Regierung auch auf die Einnahmen aus der Ökostrom-Pauschale. Das Energieministerium rechnet, dass sich somit Haushalte im kommenden Jahr mehr als 100 Euro sparen, Unternehmen an die 100.000 Euro.

Mit einem weiteren Initiativantrag von ÖVP, SPÖ und Grünen sollen außerdem Hürden beseitigt werden, damit die EU-Kommission Österreichs Ökostromgesetz EAG „notifizieren“, also genehmigen kann. Geprüft werden dabei die Ökostrom-Fördermodelle – und ob sie mit EU-Recht vereinbar sind. Noch ist nicht klar, ob die Gesetzesänderung ausreichen wird.

Kurier

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