Schweiz: Aktionärsvertreter fordern mehr Engagement gegen Klimawandel

11. Jänner 2022, Zürich

Die Schweizer Aktionärsvereinigung Actares fordert von Firmen einen stärkeren Einsatz gegen den Klimawandel. Man wolle eine proaktive und transparente Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen, hieß es in einer Aussendung vom Dienstag. Die Abstimmungskriterien von Actares seien entsprechend angepasst worden.

Actares verlangt daher ab sofort, dass börsennotierte Schweizer Unternehmen nicht nur über ihre Klimaschutzaktivitäten berichteten, sondern sich das Ziel setzen, bis 2050 klimaneutral zu sein. Dies solle nicht nur für die Firmen selbst, sondern entlang der gesamten Lieferkette, an der sie beteiligt sind, gelten. Nur so könne die Schweizer Wirtschaft ihren Beitrag leisten zum Ziel einer maximalen globalen Erwärmung von 1,5 Grad Celsius.

Die Jahresberichterstattung müsse eine Roadmap enthalten, die den Weg zur CO2-Neutralität des Unternehmens bis spätestens 2050 aufzeige, fordert Actares daher. Diese Roadmap müsse auf anerkannten Normen basieren und auch Zwischenziele beinhalten. Genügten Unternehmen diesen Kriterien nicht, werde Actares künftig den Jahresbericht ablehnen und die Entlastung verweigern.

APA/awp/sda

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