CO2-Bepreisung erhöht Inflation um 0,1 bis 0,2 Prozentpunkte

12. Jänner 2022, Wien
CO2-Preis für Inflation nicht entscheidend
 - Salzburg, APA/THEMENBILD

Steigende Energiepreise und Engpässe beim Angebot werden dafür sorgen, dass die Inflation (HVPI) heuer auf 3,2 Prozent steigt, erwartet die Oesterreichische Nationalbank (OeNB). Erst 2024 dürfte die Teuerung wieder beim Zielwert der EZB von 2,0 Prozent liegen. Die CO2-Bepreisung ist aber nur zu einem sehr kleinen Teil verantwortlich für die Preissteigerungen – sie wird nur 0,1 bis 0,2 Prozentpunkte zur Teuerung beitragen, heißt es in der Publikationsreihe „Inflation aktuell“.

Das Jahr 2021 hat in Österreich einen Anstieg des Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) von 2,8 Prozent gebracht, im vierten Quartal 2021 alleine lag die so gemessene Inflationsrate bei 3,9 Prozent. Das war der höchste Wert seit Beginn der Währungsunion. Etwa zwei Drittel des Anstiegs seit Jahresbeginn 2021 waren auf die Zunahme der Energiepreise zurückzuführen, schreibt die OeNB.

„Der Inflationsanstieg im Jahresverlauf 2021 war größtenteils auf den Anstieg der Rohölpreise zurückzuführen, aber auch die Gas- und Strompreise legten in den letzten Monaten deutlich zu“, so die OeNB. Die weltweite wirtschaftliche Erholung führte zu einer starken Nachfrage bei gleichzeitigen Problemen auf der Angebotsseite, was auch zu Verteuerung vieler nichtenergetischer Rohstoffe führte. „Dies spiegelte sich zunehmend in den Endverbraucherpreisen langlebiger Konsumgüter wider“. Es gab aber auch im Tourismus außergewöhnlich hohe Preissteigerungen und damit einen Anstieg der Dienstleistungsinflation.

APA

Ähnliche Artikel weiterlesen

D: Gas-Zahlungen auf neues Konto sanktionskonform

29. April 2022, Berlin

Kreml klärt Modalitäten für Zahlungsumstellung für Gas

31. März 2022, Moskau/Berlin/Wien
Gas-Hub in Baumgarten in Niederösterreich
 - Baumgarten an der March, APA/THEMENBILD

Russland beharrt auf Gas-Zahlungen nur gegen Rubel

30. März 2022, Moskau/Brüssel

G7-Staaten lehnen Gaszahlungen in Rubel ab

28. März 2022, Berlin
Putin wird "einseitiger und klarer Bruch der Verträge" vorgeworfen
 - Moscow, APA/SPUTNIK