Mitarbeiter der Wien Energie ziehen wieder aus Kraftwerk aus

3. Feber 2022, Wien
Strenge Hygienestandards ersetzen Isolation
 - Wien, APA/HANS PUNZ

Die Wien Energie holt Ende der Woche ihre wegen der Omikron-Welle isolierten Mitarbeiter wieder aus den Kraftwerken raus. Auf Grundlage der Erkenntnisse der letzten Wochen über die Ausprägung und den Verlauf der neuen Coronawelle habe man entschieden, die Isolation nicht weiter zu verlängern, teilte das Unternehmen mit. Vier Wochen lang waren 50 Wien Energie-Mitarbeiter an den Standorten Simmering, Spittelau, Simmeringer Haide und Flötzersteig von der Außenwelt abgeschottet.

„Wir stellen den Kraftwerksbetrieb unter strengsten Sicherheitsmaßnahmen in den Regelbetrieb um“, erklärte Michael Strebl, Vorsitzender der Wien Energie-Geschäftsführung. „Unsere Praxiserfahrungen zeigen uns heute, dass wir mit hohen Sicherheitsstandards den laufenden Betrieb auch ohne weitere Isolation sicherstellen können. Eine so weitreichende Maßnahme sollte keinesfalls länger andauern als unbedingt notwendig“, sagte Alexander Kirchner, Leiter Betrieb und Mitglied des Krisenmanagements der Wien Energie.

Die kontaktlosen Schichtübergaben werden fortgeführt, ebenso die räumliche Trennung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Leitwarten. Weiter bestehen bleiben auch die bereits fix im Unternehmen verankerten Maßnahmen, wie etwa regelmäßige Tests und 3G-Kontrollen, FFP2-Maskenpflicht, Homeoffice – wo immer möglich – und erhöhte Hygienestandards.

Wie die Wien Energie mitteilte, gab es im Unternehmen bisher nur wenige Ausfälle aufgrund von Corona-Infektionen oder Quarantäne. Bei rund 2.200 MitarbeiterInnen hielten sich die aktiven Fälle im Bereich von ein bis zwei Prozent. Neben den hohen Schutzmaßnahmen sei auch eine hohe Impfquote im Unternehmen Indikator für die geringen Ausfälle. Komme es dennoch zu einer Infektion, führe die verkürzte Quarantäne dazu, dass systemkritisches Personal selbst bei einem Ausfall relativ schnell zurückkehren könne.

Ziel der Wien Energie mit der Isolation war es, „unter jedem Umstand die Energieversorgung von Wien sicherstellen zu können“. Das Kraftwerk Simmering kann fast die gesamte Bundeshauptstadt mit Strom versorgen. Gewonnen wird der Strom aus Biomasse und fossilen Brennstoffen.

APA

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