Sturm „Ylenia“ sorgt für Windstrom-Rekord in Deutschland

18. Feber 2022, München/Essen
"Ylenia" zieht über Deutschland hinweg
 - Sieversdorf, APA/dpa-Zentralbild

Sturmtief „Ylenia“ hat nach einer Analyse des deutschen Energiekonzerns E.ON für einen Windstrom-Rekordwert gesorgt. Am Mittwoch sei mit 47,12 Gigawatt in der Spitze so viel Windstrom in das deutsche Stromnetz eingespeist worden wie nie zuvor, berichtete E.ON am Freitag in München nach Auswertung von Daten der Bundesnetzagentur. Erreicht worden sei der neue Höchstwert am Mittwochabend.

Der Windstrom-Rekord ist den Angaben zufolge die Spitze mehrerer windreicher Wochen zu Beginn des Jahres: Allein bis zum 17. Februar erzeugten die deutschen Windräder an Land und auf See mehr als 28 Milliarden Kilowattstunden Strom. Im Vorjahr waren bis zu diesem Tag erst rund 18,5 Milliarden Kilowattstunden zusammengekommen. Die E.ON-Analysten schätzen mit Blick auf die Wettervorhersage, dass im Jänner und Februar in Deutschland insgesamt mehr als 37 Milliarden Kilowattstunden Windstrom erzeugt werden könnten. Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2021 haben die Anlagen in Deutschland rund 118 Mrd. Kilowattstunden Windstrom erzeugt.

Den heuer bisher größten Windstrom-Anteil am Stromverbrauch registrierte E.ON am 6. Februar, einem Sonntag, an dem der Stromverbrauch im Vergleich zu Werktagen geringer ist. Der Durchschnittswert für Jänner lag bei gut 36 Prozent. Im Februar liegt der Schnitt bisher bei über 50 Prozent Windstrom-Anteil.

APA/dpa-AFX

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