Schramböck für verpflichtende Gas-Bevorratung

21. Feber 2022, Wien/Kiew/Moskau
Schramböck plädiert auch für neue Energiepartnerschaften
 - Wien, APA/HERBERT PFARRHOFER

Experten vom Kompetenzzentrum „Forschungsschwerpunkt Internationale Wirtschaft“ (FIW) sehen die aktuellen Spannungen zwischen Russland und der Ukraine als Risiko für den österreichischen Außenhandel. Dies könnte die Teuerungen auf den Rohstoffmärkten zusätzlich antreiben oder die Sanktionspolitik gegenüber Russland weiter verschärfen. Österreich ist bei Gas in hohem Maße abhängig von Russland. Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) will mehr Sicherheit bei Vorräten.

Die ÖVP-Ministerin hat sich erneut für eine verpflichtende Gas-Bevorratung wie in Italien ausgesprochen. Oder wie es Österreich bereits für Erdöl habe. „Wir dürfen kein Risiko eingehen für den nächsten Winter“, sagte Schramböck am Montag anlässlich des Jahresgutachtens vom FIW zur österreichischen Außenwirtschaft. Sollte Russland das Gas abdrehen, wären die Unternehmen die Ersten, die betroffen wären. Daher müsse man strategische Gasreserven anlegen.

Darüber hinaus müssten neue Quellen erschlossen, also neue Energiepartnerschaften geschlossen werden. Sie sei deswegen viel in den Vereinigten Arabischen Emiraten unterwegs, sagte Schramböck. Auch die EU versuche gerade, Katar als Gaslieferant zu gewinnen.

2019 wurden 61 Prozent des europäischen Energiebedarfs aus Importen gedeckt, wobei die wichtigsten Herkunftsländer Russland und Norwegen waren, so die Experten vom FIW.

APA

Ähnliche Artikel weiterlesen

Ukraine beginnt mit Export von Strom in die EU

1. Juli 2022, Kiew (Kyjiw)
Ukrainischer Strom für die EU - Wewelsfleth, APA/dpa

Russland erhöhte im Mai Ölförderung und -export wieder

3. Juni 2022, Moskau
Ölkonzerne orientieren sich um
 - Brussels, APA/AFP

Russische Gasexporte von Jänner bis Mai deutlich gesunken

1. Juni 2022, Moskau
41890348267256494_BLD_Online

Gazprom lieferte heuer ein Viertel weniger Gas nach Europa

2. Mai 2022, Moskau
Gazprom vermeldet Exportplus nach China
 - Sofia, APA/AFP