WKÖ fordert rasche Maßnahmen zur Energiesicherheit

28. Feber 2022, Kiew/Moskau
Wirtschaftskammer fordert ein Auffüllen der Gasspeicher
 - Rehden, APA/dpa

Die Wirtschaftskammer warnt vor Problemen mit der Energieversorgungssicherheit im Zuge des Krieges in der Ukraine. „Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine stellt Österreich vor eine kritische Situation in der Energieversorgung. Die zuständige Energieministerin Leonore Gewessler muss rasch Maßnahmen ergreifen, um die Versorgungssicherheit in Österreich aufrechtzuerhalten“, fordert Karlheinz Kopf, Generalsekretär der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Dafür müssten „umgehend andere Quellen der Gasversorgung abseits von Russland erschlossen werden“. „Eine Diversifikation der Gasbezüge hat nun neben der raschen Auffüllung unserer Gasspeicher höchste Priorität“, so Kopf mit Blick auf den morgen stattfindenden Energieministerrat in Brüssel. 

Die österreichischen Gasspeicher seien zentral, um die Versorgung in Krisenzeiten zu gewährleisten. „Vergangenen Sommer wurden sie aufgrund der hohen Gaspreise nicht ausreichend befüllt. Das wird bei einem allfälligen Lieferstopp Russlands nicht erst im kommenden Winter für viele Haushalte, sondern schon in wenigen Wochen für viele gasbetriebene Produktionsanlagen ein existenzielles Problem“, warnt Kopf.

Für eine bessere Diversifizierung der Energieträger gelte es, die Potenziale bei den erneuerbaren Energien dringend zu heben. Zudem fehle nach wie vor eine ambitionierte Wasserstoffstrategie für Österreich.

Neben der Sicherstellung der Versorgung fordert der WKÖ-Generalsekretär „ein schlüssiges Konzept mit finanziellen Entlastungsmaßnahmen für energieintensive Unternehmen“ von der Bundesregierung.

APA

Ähnliche Artikel weiterlesen

Wien beschloss „Klimafahrplan“ und Rahmenstrategie bis 2040

21. Jänner 2022, Wien

Neue niederländische Regierung kehrt zu Atomkraft zurück

15. Dezember 2021, Den Haag
Rutte stellte sein neues Regierungsprogramm vor
 - The Hague, APA/ANP

ÖVP will UVP-Verfahren beschleunigen

4. August 2021, Wien/Genf
Staatssekretär Magnus Brunner
 - Wien, APA/HERBERT PFARRHOFER

Orban kündigt Widerstand gegen EU-Klimapläne an

28. Mai 2021, Budapest
Ungarischer Ministerpräsident ist gegen CO2-Abgaben
 - Brussels, APA/AFP