Lukoil ruft zu Beendigung des Krieges auf

4. März 2022, Moskau/Kiew
Logo von Lukoil
 - Moscow, APA/AFP

Russlands zweitgrößter Ölproduzent Lukoil fordert die schnellstmögliche Beendigung des Konflikts in der Ukraine. In einer Erklärung auf der Website des Unternehmens hieß es am Donnerstag, man sei besorgt über die „tragischen Ereignisse in der Ukraine“ und unterstütze die Verhandlungen zur Beendigung des Konflikts. Im Aufsichtsrat des russischen Ölriesen, der mehrheitlich seinen russischen Managern gehört, sitzt auch der ehemalige ÖVP-Bundeskanzler Wolfgang Schüssel.

Wiederholte Aufforderungen zum Rückzug hat er bisher mit der Begründung zurückgewiesen, es handle sich um ein in London börsennotiertes Unternehmen und keine Staatsfirma. Auch Österreichs Ex-Außenministerin Karin Kneissl (FPÖ) macht derzeit laut „Presse“ keine Anstalten, ihren Aufsichtsratsposten im staatlichen russischen Öl-Konzern Rosneft zurückzulegen. Kritik an der russischen Invasion ist in ihren Äußerungen auf Twitter nicht zu erkennen. Kneissl, die mittlerweile in der französischen Provence lebt, will ihren gut dotierten Job offenbar behalten, berichtet die österreichische Tageszeitung.

Lukoil, einer der größten börsennotierten Ölkonzerne der Welt, will seine internationalen Aktivitäten künftig in Wien bündeln und errichtet gerade eine neue Firmenzentrale am Schwarzenbergplatz. Rosneft-Chef Igor Setschin gilt als mächtiger Verbündeter des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Gegen Setschin verhängte die EU mittlerweile Sanktionen.

APA

Ähnliche Artikel weiterlesen

Saudi-Arabien könnte bei akutem Engpass Ölproduktion erhöhen

4. August 2022, London/Dubai

OPEC+ beschließt minimale Produktionserhöhung

3. August 2022, Wien
OPEC-Headquarter in Wien
 - Vienna, APA/AFP

OPEC+ berät über Förderstrategie ab Herbst

3. August 2022, Wien
OPEC-Headquarter in Wien
 - Vienna, APA/AFP

OMV-Hauptversammlung hat ein juristisches Nachspiel

2. August 2022, Wien
Das Russland-Engagment der OMV beschäftigt nun auch die Justiz
 - Wien, APA/THEMENBILD